Airbase: Fortbildung für das Rote Kreuz

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Jülich/Geilenkirchen. Es war eine Premiere auf beiden Seiten. Sowohl für das Deutsche Rote Kreuz Jülich, das sich zum ersten Mal auf internationalem Boden einer Fortbildung erfreuen durften, als auch für die Führung des NATO E-3A AWACS-Verbands, die sich der Anfrage nach einer rettungsdienstlichen Fortbildungsveranstaltung in ihrem Bereich gerne nachkam.

Lange Planung

Dem Erfolg dieser Veranstaltung ging eine fast einjährige Planung voraus. Personalien der Teilnehmer mussten übermittelt und geprüft werden, ebenso wie die Fahrzeuge, die den militärischen Bereich befahren sollten. „Kein Problem“, so DRK-Kreisverbandsausbildungsleiter Volker Derichs, der aufgrund der Nähe zu seinem Wohnort bereits seit längerer Zeit eine nachbarschaftliche Beziehung zur Air Base Geilenkirchen aufgebaut hatte und somit schnell auf Anfragen reagieren konnte.

Referate

Unter der Führung von Oberstabsfeldwebel Michael Möller, Mitarbeiter der Abteilung Public Affairs Office (PAO) und selbst Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr, stellte der E-3A-Verband hochkompetente Fachreferenten zur Verfügung, die einen Einblick in das Leben der NATO, der Air Base und dem Rettungsdienst sowie der Feuerwehr vermittelten. André B., selbst „Surveillance Operator“ und somit täglich nah am Geschehen, vermittelte den Teilnehmern in verständlicher und mitreißender Form die Aufgaben der NATO, die Funktion des NATO-Verbands und die Historie sowie die militärische und lokal-wirtschaftliche Wichtigkeit des Standorts Geilenkirchen-Teveren. Hierbei gab es Informationen, die den einzelnen Teilnehmern in dieser Form noch nicht bekannt waren.

Anschliessend referierte der Leiter des betriebsärztlichen Dienstes, der gleichzeitig für den Sanitäts- und Rettungsdienst sich in diesem Bereich verantwortlich zeichnet, Jochen R. Es wurde den Teilnehmern schnell klar, dass es Gemeinsamkeiten zwischen dem zivilen und dem militärischen Rettungsassistenten gibt, der Dienst als Soldat und gleichzeitig Retter jedoch auch einige Unterschiede aufweist. Sowohl im Bereich der Ausbildung, der Ausstattung und der Vorgehensweise in einem Notfall, unterscheidet sich der Sanitätssoldat alleine schon in seiner Ausrüstung (rund 30 Kilo Mehrgewicht, inklusive Bewaffnung und kugelsicherer Kleidung), seinem Notfall-Equipment (der Rettungsrucksack im militärischen Bereich ist um eine Vielfaches schwerer als der zivile) und praktischen Vorgehensweisen, wie z.B. die Gabe von ausgesuchten Medikamenten und verschiedenen erweiterte Kompetenzen und Versorgungsmöglichkeiten im Einsatzfall.

Nach eingehender Einweisung auf die Materialien hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, das üppig zur Verfügung gestellte Material zu besichtigen und eingehend zu testen.

Höhepunkt nach einem gemeinsamen Mittagessen war die Besichtigung eines AWACS-Flugzeug von innen. Unter dem Aspekt der Sicherheit für Maschine und Crew während des Flugs, der medizinischen Prävention, Belastungsfaktoren für die Crew und deren einzelnen Mitgliedern, teilte man sich zur Besichtigung in drei Gruppen auf, um explizit jeden einzelnen Abschnitt der Maschine in Augenschein nehmen zu können.

Sichtlich begeistert von dieser Führung wurden die Teilnehmer zur Feuerwache gefahren, auf der der Brandschutz und der aktive Feuerwehrdienst auf einem militärischen Flughafen verdeutlich wurde. Eine Besichtigung der Fahrzeuge und der darin befindlichen Gerätschaften folgte.

Eine anschließende kleine Übung, gemeinsam mit der Feuerwehr, dem ortsansässigen Rettungsdienst unter Leitung des MEDCO rundete den Tag ab.

Fortsetzung erwünscht

Für alle Teilnehmer war diese Fortbildung eine willkommene Möglichkeit, einmal über den Tellerrand blicken zu können und dabei zu erfahren, wie „an anderer Stelle“ Rettungsmassnahmen durchgeführt werden. Ein Erfolg auf beiden Seiten, der hoffentlich keine einmalige Veranstaltung bleiben wird, so der Wunsch.

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