Ärzte sind aktiv für potenzielle Nachfolger

Von: Kr.
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Zum Gründungsakt des „Weiterbildungsverbundes Jülicher Land“ fanden sich Vertreter der beiden Krankenhäuser, der beteiligten Arztpraxen sowie der Ärztekammer Nordrhein im Hotel Kaiserhof ein. Foto: Krol

Jülich. Über fünf Jahre dauert die Weiterbildung eines Arztes zum Facharzt für Allgemeinmedizin. Ein Teil dieser Ausbildung erfolgt im Krankenhaus, der weitere Teil in einer Hausarztpraxis. Häufig hatten die angehenden Hausärzte Probleme, diese Weiterbildung zu organisieren.

 Hier greift künftig der „Weiterbildungsverbund Jülicher Land“, in dem sich das St. Elisabeth Krankenhaus Jülich, das St. Josef Krankenhaus Linnich sowie die Gemeinschaftspraxen Imbert/Brumund/Schubert, Wiederholt/Becker, Zillekens/Goertz/Scholz, Klein/Janas-Schroeteler/Banning, Kasik/Denhardt, Dres. Franke sowie die Arztpraxen Dr. med. Koenen, Dr. med. Gerdes, Dr. med. Kremers und Dr. med. Holz zusammengeschlossen haben. Es ist der 36. Verbund dieser Art im Bereich der Ärztekammer Nordrhein. Der Verbund soll nicht zuletzt mit dazu beitragen, dem Mangel an Allgemeinmedizinern vor allem in ländlichen Regionen entgegenzuwirken. Für die Praxen und Krankenhäuser bedeutet dies gleichzeitig eine gute Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und mit zu gestalten.

Die Koordination zwischen Praxen, Krankenhäusern und den künftigen Fachärzten wird Beatrix Tück übernehmen, Geschäftsführerin des seit Jahren bestehenden Gesundheitsverbundes Jülicher Land (GVJL).

„40 Prozent der niedergelassenen Ärzte werden in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen, und für viele ist kein Nachfolger in Sicht“, berichtete Dr. Hubertus ­Koenen vom Vorstand des GVJL beim formalen Gründungsakt des Weiterbildungsverbundes im Hotel Kaiserhof. Um der Wichtigkeit dieses Aktes Ausdruck zu verleihen, waren neben den Vertretern der beiden Krankenhäuser mit ihren ärztlichen Direktoren Dr. Michael Behnke für Jülich und Dr. Gerhard Mertes für Linnich, den kaufmännischen Direktoren Dirk Offermann und Jann Habbinga sowie einigen niedergelassenen Ärzten auch Bernd Zimmer, Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein, sowie Karl Dieter Menzel, Leiter der Weiterbildung, nach Jülich gekommen.

Dringender Handlungsbedarf

Die Gäste übernahmen es, die Urkunden zu überreichen. Bernd Zimmer griff auch noch einmal die Problematik auf, die sich aus dem Facharztmangel in der Allgemeinmedizin ergibt. Von 1400 Facharztprüfungen seien nur 100 Prüfungen für Allgemeinmediziner. Es bestehe also dringender Handlungsbedarf. Ein solcher Verbund sei somit ein Schritt in die richtige Richtung.

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