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Adventskonzert: Organist Stefan Palm entzückt das Publikum

Von: Kr.
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Zum 40. Mal war Stefan Palm in Linnich zugast und erfreute die Zuhörer mit einem vorweihnachtlichen Konzert. Foto: Kròl

Linnich. Dieser Termin ist in Stein gemeißelt, und auch außerhalb des Rheinlandes kann man da von einer langen Tradition sprechen. Zum 40. Mal in Folge war der bekannte Musiker und Organist, Stefan Palm, zur Vorweihnachtszeit Gast in der evangelischen Kirche in Linnich, um den Freunden der Orgelmusik eine besinnliche Stunde zu bereiten.

„Ich freue mich immer, wenn ich hier sein kann“, erklärt der viel beschäftigten Musiker, der seit Oktober auch Rektor der Hochschule für Kirchenmusik in der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist und es immer irgendwie schafft, dieses Konzert in seinem vollen Terminkalender unterzubringen.

Dabei erinnert er sich gerne an die Anfänge, als er als ganz junger Mann auf Anregung von Pastor Harald Schneyder und der damaligen Organistin Anneliese Maleschewski hier mit anderen jungen Musikern ein Konzert für Cembalo und Flöte gab. Daraus erwuchs die Idee zu einem Orgelkonzert, und obwohl Palm mittlerweile Konzerte in großen Kirchen gibt und auf großen und berühmten Instrumenten spielt, hängt sein Herz an dieser kleinen Orgel.

„Man muss bei der Auswahl der Stücke den begrenzten Tonumfang schon berücksichtigen“, erklärt er, und so hat er sich in diesem Jahr schwerpunktmäßig der Barockmusik zugewandt.

Mit Johann Sebastian Bach eröffnete er diese besinnliche und vorweihnachtlich geprägte Stunde. Präludium und Fuge e-Moll BWV 548 sowie „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ und Fantasie und Fuge a-Moll BWV 561 bildeten den Anfang. Mit Louis Claude Daquin und „Noel-Grand jeu et Duo“ ging es weiter.

Dietrich Buxtehude mit „Wie schön leuchtet der Morgenstern“, „In dulci jubilo“ „Lobet Gott, ihr Christen allzugleich“ oder „Gelobet seist du, Jesu Christ“ sowie die Toccata F-Dur Bux WV 156 unterstrichen noch die adventliche Stimmung. Auch Johann Christian Bachs „Allegretto con variazioni“ ist eine weihnachtliche Melodie, denn dahinter verbirgt sich das bekannte Lied „Morgen kommt der Weihnachtsmann“.

Das Konzert endete mit Max Reger, dessen 100. Todestag in diesem Jahr begangen wurde. Seine Weihnachtsvariationen waren noch so gerade auf der Linnicher Orgel spielbar und damit ein Beitrag zu diesem Reger-Jahr.

Fühlt Palm sich in Linnich wohl, so gilt das gleichermaßen auch für viele Freunde der Orgelmusik. Sie wissen die außerordentliche Qualität der Palm-Konzerte zu schätzen und niemand wurde in der voll besetzten Kirche enttäuscht. Es war wie Pastorin Wiebke Harbeck zu Begrüßung versprochen hatte, eine besinnliche Stunde bei hochkarätiger Musik.

Die nächste Gelegenheit, Stefan Palm in unserer Region zu hören, besteht am 10. Dezember in der Jülicher Schlosskapelle. Dort wird er allerdings nicht als Organist glänzen, sondern dann mit seinem Kammerensemble Palm Concertino.

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