Abfall und Winterdienst in Jülich teurer

Von: -vpu-
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Auch in Zeiten hochmoderner Streutechnik ist der Handdienst beim Jülicher Bauhof immer noch gefragt. Besonders in so schneereichen Wintern wie dem letzten. Foto: hfs

Jülich. Adventskerzen werfen alljährlich ein besonderes Licht auf die letzte Stadtratssitzung des Jahres in Jülich. Das war auch am Donnerstagabend nicht anders.

Die Stadtverordneten arbeiteten eine stattliche Tagesordnung zügig und ohne größere Verbal-„Scharmützel“ ab. Ebenso ist es aber Tradition, dass der Rat an diesem Termin die neuen Gebühren festlegt. Sie fallen ab dem 1. Januar 2015 vor allem im Bereich der Abfallentsorgung zum Teil deutlich höher aus.

Nach Angaben der Verwaltung ist eine Neuregelung im Bereich Altpapier für insgesamt erhöhte Entsorgungskosten verantwortlich. Zuständig für Sammlung und Verwertung ist bis Jahresende die Stadt Jülich. Nun hat der Zweckverband Entsorgungsregion West laut Stadtverwaltung „von seinem Recht Gebrauch“ gemacht, die Übertragung an die Stadt Jülich zu widerrufen. Im Ergebnis sorgt das im Abfallgebührenhaushalt zu Mehrkosten von 10.000 Euro und Weniger-Erlösen von 63.800 Euro, also einer Verschlechterung von fast 74.000 Euro. Das führt auch zu höheren Abgaben für die Gebührenzahler, die mit Ausnahme einer Gefäßgröße (60 Liter) durch die Bank mehr zu zahlen haben im Vergleich zum Vorjahr.

Im Detail – Leerung 14-täglich, Restmüll, 60 Liter: 100,44 Euro (-1,80 Euro), 80 Liter: 123,12 Euro (+0,36 Euro), 120-Liter-Tonne: 167,64 Euro (+4,68 Euro), 240 Liter: 310,44 Euro (+13,80 Euro), 1,1 Kubikmeter-Container: 1391,28 (+83,28). Biotonne, 120 Liter: 65,64 Euro (+2,64 Euro), 240 Liter: 101,88 Euro (+3,96 Euro).

Kanalgebühr günstiger

Bei den Kanalgebühren gibt es aus Bürgersicht Licht und Schatten, denn die Schmutzwasserentsorgung wird günstiger. Sie sinkt um 9 Cent auf 3,89 Euro je Kubikmeter. Die Niederschlagswassergebühr steigt dagegen ganz leicht an und kostet ab 1. Januar 2015 drei Cent je Kubikmeter mehr: dann 1,48 Euro.

Weil niemand so recht weiß, wie hart der Winter wird (oder auch nicht), liegen den Winterdienstgebühren durchschnittliche Kosten der letzten fünf Jahre zugrunde. Weil aber auch Kostenschwankungen der Vorjahre in die Kalkulation einfließen, gibt es hier immer wieder ein Auf und Ab. Im nächsten Jahr gehen die Gebühren um fast 46 Prozent rauf: auf 0,67 Euro je laufender Meter (+0,21 Euro). Die genaue Abrechnung für 2013 hatte eine Unterdeckung des Gebührenhaushaltes ergeben, die nun verrechnet wird.

Die Abgaben für die Straßenreinigung klettert mit gut 3,5 Prozent deutlich moderater auf 2,04 Euro (+0,07 Euro).

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