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900.000 Euro werden in den Mühlenteich gepumpt

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Jülich. Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) beginnt Mitte Mai mit Instandsetzungsarbeiten am Krauthausen-Jülicher Mühlenteich. Die wurden erforderlich, da er im Bereich der Stadt Jülich teilweise durch Dämme gefasst ist, die durch Wühltieraktivitäten und Gehölzwurzeln beschädigt sind.

Der Krauthausen-Jülicher Mühlenteich wird in Niederzier-Selhausen mit Wasser der Rur gespeist und fließt dann über Krauthausen, vorbei an Selgersdorf und Altenburg Richtung Jülich. Bis Altenburg steigert sich seine Wasserführung auf 1,3 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. In Altenburg fließt ein Teil des Wassers zurück in die Rur. Der Mühlenteich selbst setzt seinen Lauf nach Jülich fort, wo er in den Ellebach mündet. Firmen am Mühlenteich nutzen sein Wasser in Produktionsprozessen oder als Löschwasser.

Das Gewässerbett des Mühlenteichs ist abschnittsweise in Hochlage errichtet. Das Gewässer liegt höher als das umgebende Gelände. Dämme verhindern das Abfließen des Wassers aus dem Gewässerbett ins Umland. Die Dämme sind durch Wühltiere und durch den Gehölzbewuchs auf den Dämmen beschädigt worden und teilweise nicht mehr standsicher.

Bereits in den vergangenen Jahren mussten die Dämme zwischen Gut Lorsbeck und der Landstraße 253 immer wieder saniert werden, weil es zum Wasseraustritt an Löchern im Dammkörper kam, die von Nutria und Bibern gegraben wurden. Auch entlang der Wurzeln von Bäumen im Damm floss Wasser ab.

Um die Gefahr des unkontrollierten Abfließens zu verhindern und den ordnungsgemäßen Wasserabfluss im Mühlenteich sicherzustellen, setzt der WVER jetzt Maßnahmen zum Hochwasserschutz am Mühlenteich um.

Dabei wird in drei Abschnitten gearbeitet. Im ersten Bereich, nördlich von Gut Lorsbeck, wird an der Ostseite des Mühlenteichs ein neuer Damm auf einer angrenzenden Ackerfläche errichtet. Über eine neue Brücke über den Mühlenteich wird der Damm zu erreichen sein. Der alte, nicht mehr standsichere Abschnitt bleibt wegen eines schützenswerten Gehölzbewuchses bestehen. Im weiteren Verlauf werden bis zur Kreuzung des Mühlenteichs mit der Trasse der Rurtalbahn und bis zum Kreuzungsbauwerk mit dem Iktebach Spundwände eingebracht, um das Abfließen zu verhindern.

Im letzten Abschnitt werden die bestehenden Dämme zwischen dem Kreuzungsbauwerk und der L 253 am nordwestlichen Ufer abgetragen und neu errichtet. Am südöstlichen Ufer wird hinter dem bestehenden Damm ein neuer aufgeschüttet. Damit wird der auch hier der Gehölzbewuchs am alten Damm erhalten. Zum Schutz vor erneutem Angriff von Wühltieren werden die Dämme mit Schutzgittern versehen. Diese verhindern in Zukunft das Eindringen der Tiere in die Dammkörper. Mit den Arbeiten wird voraussichtlich Mitte Mai begonnen. Sie werden etwa vier Monate dauern. Die Zufahrten zur Baustelle werden über die L 253 geschaffen bzw. sind bereits in Form von Wirtschaftswegen vorhanden. Mit einer nennenswerten Behinderung des Verkehrs ist nicht zu rechnen.

Die Maßnahme kostet rund 900.000 Euro. Davon werden 230.000 Euro aus dem europäischen Wave-Projekt finanziert. Darin hat sich der WVER mit Partnerverbänden aus den Niederlanden, England, Belgien und Frankreich zusammengeschlossen, um Projekte des Hochwasserschutzes und der Anpassung an den Klimawandel umzusetzen.

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