900 Liter feinster Saft aus eigenen Gärten

Von: jago
Letzte Aktualisierung:
Apfelsaftpresse des Bund und d
Apfelsaftpresse des Bund und der DGA erstmals im Jülicher Nordkreis in Betrieb genommen: Wie in fünf Schritten aus Äpfeln leckerer Saft wird, faszinierte vor allem den Nachwuchs. Foto: Jagodzinska

Ralshoven. Äpfel, die vom Baum fallen, sind keine verlorenen Äpfel. Vor allem dann nicht, wenn man sie frühzeitig und in ausreichender Menge aufsammelt, um sie zu köstlich frischem Saft zu verarbeiten.

Zur ersten Aktion im Jülicher Nordkreis 2012 hatten die Bund-Kreisgruppe und die Dürener Gesellschaft zur Arbeitsförderung (DGA) ihre mobile Saftpresse auf dem Hof der Familie Schläger an Strom und Wasser angeschlossen und Interessenten die Möglichkeit geboten, ihre mitgebrachten Äpfel zu Saft pressen zu lassen.

Obwohl die Örtlichkeit Gut Burgfeld ein wenig verborgen in der Landschaft liegt, nutzten viele Apfelbaumbesitzer die Gelegenheit und karrten ihre Früchte in den unterschiedlichsten Mengen an. Emily Willkomm-Laufs, Beisitzerin der Bund-Ortsgruppe Jülicher Land, dokumentierte akribisch den Fortgang und vermeldete gegen Ende der Aktion, dass insgesamt fast 900 Liter Apfelsaft gepresst worden sind. „Auch wenn durchaus eine noch höhere Menge zu verarbeiten gewesen wäre, ist es ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis, dass in Anbetracht der kurzen Ankündigungszeit so viele Leute gekommen sind”, lautete ihr positives Resumée.

Häufig kamen Familien mit Kindern zur Apfelpresse, wobei die Kleinen häufig mit großen Augen und Begeisterung zuschauten. Die Organisatoren ließen durchblicken, dass es denkbar ist, Schulklassen oder Kindergartengruppen nach Absprache die Apfelpressung vorzuführen. Vom Apfel bis zum naturtrüben Saft im Fünfliter-Behälter sind es nur wenige Schritte: Im Aufnahmebehälter werden die Äpfel gewaschen, mit einer Spirale zur Zerkleinerung in die Rätzmühle transportiert, in der Packpresse geschichtet, im Pasteurisierungsgerät schonend erhitzt und durch eine Leitung in Kunststoffbeutel mit Zapfhahn abgefüllt.

In einem Karton verpackt ist der Apfelsaft auch ohne Zusätze mindestens ein Jahr haltbar, selbst in angebrochenen Gebinden ist er noch zwei bis drei Monate genießbar. Neben dem Dank an die Familie Schläger äußerte Michael Leifeld, Leiter der Jülicher Ortsgruppe, die Hoffnung, dass gepflegte Streuobstwiesen mit alten Obstbäumen das Landschaftsbild wieder stärker mitprägen sollten.

Aktionen wie die Apfelpressung auf Gut Burgfeld tragen dazu bei, dass deren ökologischer Wert stärker gesehen wird.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert