Koslar - 8 x 11: KG Fidele Brüder Koslar feiert närrisches Jubiläum

8 x 11: KG Fidele Brüder Koslar feiert närrisches Jubiläum

Von: ptj
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Alaaf für die Geehrten: (v.l.) RVD-Vizepräsident Jakob Lövenich, die Geehrten Gerd Kratzheller, Hannelore Dammes-Eichner, Daniela Nowatzki, Heinz-Peter Brell, Christiane Potz, Andreas Steinbusch und RVD-Präsident Heribert Kaptain mit dem jecken Gruß. Foto: Jagodzinska

Koslar. „8 x 11, ist das nicht schön, janz Kausle fiert met Kölsche tön“. Unter diesem Motto feierte die Große Karnevalsgesellschaft (GKG) „Fidele Brüder Koslar 1926“ einen zünftigen Festkommers in der voll besetzten Bürgerhalle.

Mit dabei waren fast alle Gesellschaften aus der näheren und weiteren Umgebung und etliche Vertreter aus Politik, Vereinen und Kirche. Die obligatorische Festrede hielt GKG-Geschäftsführer Marco Mundt, Sohn des „großen weißen Häuptlings“ Franz-Josef Mundt und seiner Frau Hanni Mundt, die am selben Abend als Ehrenmitglied aufgenommen wurde.

Der Festredner stellte heraus, dass die „Fidelen Brüder“ mit Blick auf den Nachwuchs, den beiden Tanzmariechen Jana Derksen und Celina Meurer, den Tanzgruppen Mini Diamonds, Magic Stars und Magic Diamonds sowie dem Kinderpräsidenten Max Scheidt alles andere als alt geworden sei. Daher haben sie sich besonders die weitere Förderung der Jugendarbeit auf die Fahnen geschrieben.

Auf Nachwuchs gesetzt habe schon vor der Gründung der ortsansässige Jünglingsverein mit so genannten „Kappensitzungen“ für die Jugend. Zwei Jahre nach Vereinsgründung wurde die Fahne eingeweiht, die auf der einen Seite einen tanzenden Harlekin, auf der anderen den Vereinsnamen zeigte. Nach jäher Unterbrechung durch den Zweiten Weltkrieg ging es 1946 mit den Fidelen Brüdern weiter, 1951 stand bereits das Silberjubiläum an.

Bald wurde die KG in den „Regionalverband der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise“ aufgenommen. „Große Karnevalsgesellschaft“ darf sie sich seit ihrem 30-jährigen Jubiläum nennen, wegen ihrer großen Verdienste um die heimatliche Brauchtumspflege und den „guten und sauberen Eindruck, den sie bei ihren Auftritten hinterließ“. 1960 wurde die erste Kindersitzung erfolgreich ausgerichtet, im selben Jahr übernahm Josef Prömpers den ersten Vereinsvorsitz.

64 Jahre Mitglied

Mittlerweile zählt er neben Heinz Oellers mit 64 Jahren ununterbrochener Mitgliedschaft zu den treuesten noch lebenden GKG-Mitgliedern. Ein Fanfarenkorps wurde geboren, aber 1984 wegen Nachwuchsproblemen wieder aufgelöst. Anfang der 70er Jahre hieß es erstmalig am Tulpensonntag: „Der Zoch kütt“. Zudem machte das erste Männerballett „Killer Girls“ von sich reden. Beim groß gefeierten goldenen Jubiläum wurde der Grundstein für die Gründung eines Majorettencorps gelegt, das sich aber 1985 auflöste. 1992 wurde der Senat gegründet, zum jecken 77-jährigen Jubiläum hatte der Verein endlich eigene Tollitäten, 2008 wurde eine Prinzengarde ins Leben gerufen.

Diese präsentierte beim Festkommers gemeinsam mit dem Senat ihr spaßiges „Stippefötsche“ - die erste Abwechslung nach vielen Ansprachen und Gratulationen, die allerdings von ansprechenden Tanzdarbietungen abgerundet wurden. Zu Wort kamen auch die Schirmherrinnen Miriam Berg und Verena Günther aus der Sparkassenfiliale Koslar, die die GKG vor allem für ihre hervorragende Jugendarbeit lobten.

Bürgermeister Heinrich Stommel rappte seine Laudatio vor einem begeisterten Publikum. MdL Josef Wirtz erntete Applaus mit seiner Anmerkung, mit Blick auf die vielen aktiven Damen in der KG eine Namensänderung bezüglich der „Brüder“ zu überdenken, fidel seien sie „im wahrsten Sinne geblieben“. Für alle anwesenden Gesellschaften überreichte Willi Goder, Präsident der Stetternicher „Schanzeremmele“, ein Kuvert mit 600 Euro.

Mit Jupp Menth, als „Ne Kölsche Schutzmann“ wurde der versprochene kölsche Karneval vom Publikum begeistert aufgenommen. Es folgte der als „Et Rumpelstilzje“ bekannte Büttenredner Martin Schopps und die Kölschband „Cat Ballou“. Mit ihrem heimatverbundenen Gesang zu klasse Rhythmen machte sie mächtig Stimmung. Nach dem offiziellen Teil wurde mit „DJ Heinz“ bis in den frühen Morgen richtig Karnevalsparty gemacht.

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