40 Lehrlinge lernten bei Hans Barthels ihr Handwerk

Von: dmd
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Verleihung des Goldenen Meisterbriefs: Hans Barthels im Kreis der Gratulanten. Foto: Mengel-Driefert

Jülich. Handwerk hat goldenen Boden. Das Sprichwort trifft auf die Karriere von Hans Barthels mit Sicherheit zu. Nach 50 Jahren Tätigkeit als Zentralheizungs- und Lüftungsbaumeister verlieh die Handwerkskammer jüngst Hans Barthels den Goldenen Meisterbrief.

„Jährlich werden 30 bis 40 Goldene Meisterbriefe vergeben“, erklärt Uwe Günther, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Rureifel. „Jetzt kommen die Jahrgänge, die in der Nachkriegszeit mit wenig Material und Ausstattung angefangen haben und den anschließenden Aufschwung miterlebten“.

So erging es auch Hans Barthels, der zunächst die Volksschule und Berufsschule in Jülich besuchte, dann die Meisterschule in Stuttgart absolvierte. In Jülich gründete er 1965 seinen Betrieb „Heizungs-und Lüftungsbau-Barthels“. Heute ist er immer noch tätig und blickt zugleich auf fünfzig Jahre zurück.

„Natürlich war früher vieles anders“, sagt Barthels, „es gab gewaltige Veränderungen in den vielen Jahren“. Dann bringt er ein Beispiel: „Die Konkurrenz war eine ganz andere.“ Zur Zeit der Firmengründung habe Barthels 14 Mitstreiter im Kreis Düren gehabt. Eine überschaubare Zahl. Heute seien 70 bis 80 Konkurrenten auf dem Markt. Allerdings, räumt Barthels ein, „darunter sind auch viele Ein-Mann-Firmen“.

In den ersten Jahren beschäftigte der Handwerksmeister 17 Mitarbeiter. Die Auftragslage war gut, die Mitarbeiterzahl ging kontinuierlich in die Höhe, in der Spitzenzeit beschäftigte er 40 Mitarbeiter. Das Geschäft boomte. „Wir haben damals Heizungen für ganze Wohnanlagen installiert“, sagt Barthels.

Konkurrenz ausgebildet

Heute sei die Lage nicht mehr ganz so rosig, geblieben sind ihm noch zehn Mitarbeiter, inklusive Bürokräfte. Ausgebildet hat Hans Barthels 40 Lehrlinge, zehn machten sich ebenfalls selbstständig, leiten eigene Meisterbetriebe. Er habe somit seine eigene Konkurrenz ausgebildet. In seiner Freizeit spielt Barthels gerne Golf.

Früher ging es nach Irland zum Lachsfischen, 40 Jahre lang. Die Zeit sei aber vorbei. „Doch eine Schwäche für Fische ist immer noch da“, sagt er und lacht, zeigt dabei auf ein Aquarium mit Salzwasser und Korallenfischen. Schon im nächsten Jahr wird wieder gefeiert, dann steht das goldene Firmenjubiläum an. Die Nachfolge ist auch schon gesichert. Sohn Udo ist ebenfalls Heizungsbaumeister.

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