Jülich - 320 junge Menschen aus aller Welt lernen beim Freshman-Institut

320 junge Menschen aus aller Welt lernen beim Freshman-Institut

Von: jan
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Professor Hermann-Josef Buchkr
Professor Hermann-Josef Buchkremer (rechts) hatte gestern alle Hände voll zu tun. Der Direktor des Freshman-Instituts gratulierte den Absolventen, die jetzt ein Studium an einer deutschen Fachhochschule aufnehmen können. Foto: Guido Jansen

Jülich. Lernen lernen - das war das Ziel, mit dem 320 junge Menschen aus dem nahen und fernen Osten im November in Jülich angetreten waren. Sie haben das Freshman-Institut der Fachhochschule besucht. Am Freitag erhielten sie im Hörsaal der Bibliothek des Campus Jülich ihre Zeugnisse.

Die bestätigen die Hochschulzugangsberechtigung der jungen Menschen, die überwiegend aus China und zudem aus Indien, Vietnam, Iran und der Türkei stammen. Jetzt dürfen sie eine deutsche Fachhochschule besuchen. Das werden sie entweder in Jülich, Duisburg, an der FH Rhein-Waal in Kleve und Kamp-Lintfort oder FH Südwestfalen tun. Dort werden sie Ingenieur-Berufe studieren. „Im November saßen sie hier mit großen Erwartungen. Seit dem haben sie viel gelernt”, sagt Professor Hermann-Josef Buchkremer, der ehemalige Rektor der FH Aachen, der als Direktor des Freshman Instituts fungiert.

Mathematik, Physik, Englisch und vor allem Deutsch standen auf dem Lehrplan. Alleine 16 Stunden pro Woche haben die künftigen Studenten mit Deutsch-Pauken verbracht.

Untergebracht waren die Absolventen auf den Campus Linnich und Geilenkirchen-Loherhof. „1200 junge Menschen haben an unseren Auswahltests teilgenommen”, berichtete die Instituts-Geschäftsführerin Maria Kappenstein, dass das Angebot des Instituts bei Abiturienten gefragt ist. Rund ein Drittel der 320 Absolventen wird in Jülich bleiben.

Junge Menschen, die nicht aus dem Gebiet der Europäischen Union stammen, erhalten in Deutschland keine Hochschulzugangsberechtigung, so wie deutsche Schüler nach dem Abitur oder Fachabitur.

Deswegen bietet das Freshman-Institut eine Zusatzausbildung über neun Monate an. 16.000 Euro kostet das Vorbereiten auf ein Studium in Deutschland. Bestandteil der neun Monate ist ein Praktikum über zwölf Wochen, dass die Schüler entweder auf dem FH-Campus Jülich oder beim Forschungszentrum absolvieren. Ein nicht unwesentlicher Vorteil, den die Freshman-Absolventen haben, ist die Studienplatzgarantie, die sie mit dem Abschluss erhalten.

In den neun Monaten haben die angehenden Studenten nicht nur gelernt. Das Freshman Institut hat ein Patenprogramm aufgelegt. Privatpersonen verbringen hierbei Freizeit am Wochenende mit den jungen Menschen. Darüber hinaus betreut das Institut seine Schüler bei Arztterminen und veranstaltete Fahrten nach Paris und Hamburg.
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