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300 Bücher auf Flohmarkt in Stadtbücherei verkauft

Von: dol
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Elisabeth Vietzke (l.) und die
Elisabeth Vietzke (l.) und die Mitglieder des Fördervereins Stadtbücherei berieten die Besucher des Bücherflohmarktes gerne bei der Auswahl von Kinderbüchern, Krimis, Romanen oder Sachbüchern. Foto: Dolfus

Jülich. Zufällig lag in diesem Jahr der Termin für den großen Bücherflohmarkt des Fördervereins Stadtbücherei genau parallel zum Stadtfest. Davon profitierte die Veranstaltung zwar nicht unbedingt, da viele Passanten auf dem Weg zum Stadtfest an dem Flohmarkt „blind” vorbeiliefen, dennoch hatte der Förderverein sich auch das „italienische” Motto auf die Fahnen geschrieben.

Das Foyer der Stadtbücherei war mit grün-weiß-roten Fähnchen geschmückt und Elisabeth Vietzke, Vorsitzende des Fördervereins, präsentierte stolz eine kleine Auswahl italienischer Kochbücher und Romane.

Insgesamt zeigte sich der Förderverein wieder sehr zufrieden mit dem Verlauf des dreitägigen Flohmarktes, bei dem mehr als 300 Bücher den Besitzer wechselten. Besonderheit dieser Bücherbörse ist es, dass die Medien nach ihrer Dicke vermessen und danach der Preis berechnet wird. Die Ausnahme bilden Hardcover und besondere „Schätze”, deren Preis gesondert ermittelt wird.

Die angebotenen Schriftträger wurden entweder aus dem Bestand der Stadtbücherei - hauptsächlich wegen ihres Alters - aussortiert oder als Spende von Jülicher Bürgern abgegeben. „Das hört sich für manchen so an, als ob wir den Bestand der Stadtbücherei ausdünnen”, erläuterte Elisabeth Vietzke, dass dem absolut nicht so sei. Zum einen kommt der Erlös des Verkaufs wieder der Stadtbücherei zu Gute, zum anderen wurden teilweise so hochwertige Bücher von den Spendern abgegeben, dass diese direkt in den Bestand der Bücherei übergingen und nicht beim Flohmarkt verkauft wurden.

Clara Viebigs Dorfroman

Auch finden die Mitglieder des Fördervereins bei ihrer jährlichen Aktion immer wieder tolle „Schätzchen” unter den Spenden. Dazu zählte diesmal unter anderem eine Ausgabe von „Das Weiberdorf” von der Autorin Clara Viebig von 1902. Viebig beschrieb im 19. Jahrhundert als eine der ersten die bittere Armut in der Eifel. Das zusätzlich besondere Element dieser Ausgabe liegt im Titelblatt, das vom bekannten Berliner Maler Max Liebermann gestaltet wurde. „So etwas hat natürlich auch seinen Preis”, den Elisabeth Vietzke aber nicht genau beziffern wollte.
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