20. Kunsthandwerkerinnenmarkt dauert zwei Tage

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Scheinbar schwerelos: Beim 20. Kunsthandwerkerinnenmarkt in Jülich gibt es kreative und seltene Schöpfungen zu bestaunen: zum Beispiel von Besenbinderinnen, Schirmmacherinnen, Kerzengießerinnen. Foto: Stadt

Jülich. Zum 20. Mal jährt sich auf den Wiesen des Schlossplatzes am 15. und 16. Juni zwischen 11 und 18 Uhr der Kunsthandwerkerinnenmarkt in Jülich. Zu diesem großen Jubiläum werden dieses Jahr, erstmals an zwei Tagen, die besten Kunsthandwerkerinnen erwartet, denen Besucherinnen und Besucher sowie die Organisatorinnen mit Freude entgegenfiebern.

Denn der Markt hat sich zu einem der renommiertesten Märkte der Region entwickelt und ist fester Eintrag in den Terminkalendern all jener, die kunsthandwerkliche Sorgfalt und Vielfalt zu schätzen wissen. 30.000 kamen im vergangenen Jahr bei der eintägigen Veranstaltung.

1993 wurde der Markt von Katarina Esser, der damaligen Gleichstellungsbeauftragten und heutigen Dezernentin der Stadt Jülich, und der Galeristin Brigitte Habig ins Leben gerufen. Heute gehört der Jülicher Kunsthandwerkerinnenmarkt mit 240 Ständen zu einem der größten Kunsthandwerkerinnenmärkte in Deutschland und ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

„Der Markt wird von Jahr zu Jahr beliebter, und dieser Nachfrage wollen wir nachkommen“, erklärt Katarina Esser und ergänzt: „Die Qualität und die Originalität der Kunsthandwerkerinnen haben sich herum gesprochen.“ Und eben diese Qualität und Originalität gehören zu den Grundsätzen des Marktes.

Es werden ausschließlich selbst hergestellte und produzierte Waren mit hoher Qualität, Originalität und ausgefallener Kreativität erlaubt. So können sich Besucher des Kunsthandwerkinnenmarktes von vielen geschmackvollen und handgearbeiteten Unikaten überzeugen und inspirieren lassen.

Auch dieses Jahr finden bunte und feine Keramiken für Haus und Garten, wertiger Schmuck aus den verschiedensten Edelmetallen, Papier, Filz und Emaille, exquisite Handtaschen, Hut- und Modekreationen, wohlklingende Klangobjekte sowie Skulpturen und Stelen aus den verschiedensten Materialien für den Innen- und Außenbereich ihren Weg auf den Schlossplatz.

Zudem werden dem interessierten Publikum außergewöhnliche Fotographien, Aquarell- und Ölmalerei sowie Leder- und Holzarbeiten dargeboten. Allen Gewerken gemein ist ihre Einmaligkeit und der Einfallsreichtum der Kunsthandwerkerinnen, wie die Stadt als Veranstalter mitteilt.

Neben bekannten werden auch neue Gesichter auf dem Markt vertreten sein. So konnten nach einigen Jahren unter anderem auch wieder eine Schuhmacherin und eine Kerzengießerin für den Markt gewonnen werden. In diesem Jahr erneut mit dabei ist Monika Pioch mit ihren kunstvollen Filzhöhlen. Zipfelkugel, Weinbergschnecke und Kieselhöhle sind nur wenige der Namen, die sie den Höhlen gegeben hat, die sie für unsere treuen Begleiter, den Hund und die Katze, formt.

Das Handwerk des Besenbindens beherrscht noch Uta Minatel. Aus Ross-, Ziegen- und Dachshaar zwirbelt sie eine breite Vielfalt an Bürsten. Zart schimmernd und weich sind die Kleidung, Taschen und Accessoires aus Wolle und Fell gotländischer Schafe von Catrin Porsiel. Und auch Katja Wahner ist wieder auf dem Markt dabei.

Die letzte Vertreterin einer Aachener Schirmmacherdynastie produziert mit Liebe zum Detail selbst hergestellte Schirme und repariert alte Schätzchen, die es so in Deutschland nicht mehr zu kaufen gibt.

Die „Grüne Meile“ bietet wieder etwas für den Gaumen. In mühevoller Handarbeit hergestellt oder herangezogen können die Besucher hier Liköre, Öle, Teigwaren, Käse, Dips, aber auch Kräuter und Pflanzen für den Garten finden, kaufen und mit nach Hause nehmen.

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