Whatsapp Freisteller

19 Kunstwerke spiegeln sich im Wasser der Rur

Von: rb
Letzte Aktualisierung:
5704514.jpg
Blick auf ein Exponat des Linnicher Skulpturenwegs am Ufer der Rur. Foto: R. Blanche
5704519.jpg
Bürgermeister Wolfgang Witkopp bei der Eröffnung. Foto: R. Blanche

Linnich. Spaziergänger, die am Ufer der Rur entlang flanieren, können jetzt ganz erstaunliche Entdeckungen zwischen der Linnicher Heinrich-Weitz-Brücke und der alten Polizeischule machen. Zauberhaft schimmernde Wassergeister, kleine Basiliken, transparente Fotografien hinter Plexiglas.

Aus Holz, Metall, Glas und sogar aus Filz schufen bildende Künstler aus ganz Europa unter dem diesjährigen Leitthema „Eingegrenzt – Ausgegrenzt“ einen Skulpturenweg mit insgesamt 19 Exponaten entlang der Rur.

Eine Idee, die Bina Theisen aus Rurdorf und ihr Mann Wilfried vor Jahren aus dem Schwarzwald mitgebracht hatten, erfreut sich nun schon im fünften Jahr in Folge, im Rahmen des Linnicher Kultursommers, großer Beliebtheit.

„Dinge, die von außen auf mich einwirken und durch mich und meine Erlebnisse gefiltert werden – das ist meine Kunst!“, verriet Initiatorin Bina Theisen zu Beginn der Eröffnungsfeier, bei der Kunstfreunde voll auf ihre Kosten kamen.

Bei strahlendem Sonnenschein spiegelten sich die liebevoll arrangierten Werke im ruhigen Lauf der Rur, als die Kunsthistorikerin Dorothée Schenk eigens die Eröffnungsrede hielt und fachkundig die Exponate vorstellte.

„Eingegrenzt – Ausgegrenzt“ – welche Assoziationen die insgesamt 16 Künstler bei der Auseinandersetzung mit diesem Motto hatten, können Besucher dieser Open-Air-Ausstellung noch bis Ende September bestaunen.

Zum Teil handelt es sich bei den Exponaten sogar um sogenannte Mitmachkunst, die es dem Betrachter ermöglicht, sich selbst an den Werken zu verewigen.

„Kunst bedeutet immer, das innere Leben nach außen zu stülpen, und es für andere sichtbar zu machen“ erläuterte Dorothée Schenk.

Sie war sichtlich erfreut darüber, dass selbst die jüngsten Besucher des Skulpturenweges die Bedeutung einiger Kunstwerke erkennen konnten.

Wem sich der tiefere Sinn des ein oder anderen Werks nicht sofort erschloss, der konnte die Künstler selbst fragen - fast alle waren sie zur Eröffnung persönlich erschienen und standen gerne Rede und Antwort. Darüber hinaus findet unter Dorothée Schenks Leitung am 6. Juli um 16 Uhr eine Führung der Volkshochschule (VHS) Jülicher Land entlang des Skulpturenweges statt.

Für Initiatorin Bina Theisen ist die Frage nach dem Warum schnell beantwortet: „Weil mich jedes Jahr immer mehr Leute fragen, ob wir im nächsten Jahr wieder einen Skulpturenweg machen!“

Für die Kunst- und Kulturfreunde im Jülicher Land bleibt zu hoffen, dass Bina Theisen diese Frage noch viele Jahre zum Start des Linnicher Kultursommers mit ja beantworten wird.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert