Jülich - 11. Fußball-Feriencamp: 130 Kids laufen im Knipprath-Stadion ein

11. Fußball-Feriencamp: 130 Kids laufen im Knipprath-Stadion ein

Von: hfs.
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Jetzt geht es fast nur noch um König Fußball: zwei Teilnehmer des „Zehner“-Feriencamps im Karl-Knipprath-Stadion. Foto: hfs
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Dass 11. Fußball-Feriencamp läuft: Die Organisatoren Hans Scheiba (l.) und Peter Kosprd mit Schirmherr Joseph Krott (r.).

Jülich. „Herr Kosprd, in welche Gruppe komme ich?“ „Du kommst in die vom 1. FC Köln!“ „Och nee, ich bin doch kein Kölner Fan.“ Dass der Herr Kosprd geflunkert hatte, dies bemerkte der zwölfjährige Julian später, als ihm mit Marc van Sniek und Robert Musiol die beiden Trainer der Gruppe der „Zehnerfrösche“ genannt wurden.

Damit konnte er denn leben, der fußballbegeisterte Jülicher, der am Dienstag mit weiteren 129 Kindern ins 11. Feriencamp der „Zehner“ einrückte.

Ferienzeit ist Fußball-Camp-Zeit. Auf diesen kurzen Nenner brachte es am Dienstag im altehrwürdigen Karl-Knipprath-Stadion Cheforganisator Peter Kosprd. Der nun zusammen mit seinem „Co“, Hans Scheiba, das 11. Feriencamp eröffnete. „Ich freue mich, dass alle Kids da sind, Eltern und Großeltern mitgebracht haben, und das wir bei Paradewetter unser erneutes Camp starten können.“

Paradewetter

Paradewetter war morgens um 10 Uhr bereits jenseits der 30 Gradmarke vorhanden. Erwartungsvoll fieberten die Kinder der Trikotausgabe entgegen. Denn eine komplette Fußballtracht wurde ihnen von Hans Scheiba überreicht. Erst dann ging es zur Borussia Mönchengladbach-Gruppe oder die zu den Bayern aus München oder aber zur Borussia aus Dortmund. Insgesamt acht Mal war die 1. und 2. Bundesliga vertreten.

35 Trainer warteten auf ihren ersten Einsatz. Doch bevor die ersten Bälle rollten, die Kinder die ersten Schritte zum Fußball-Einmaleins taten, dankte Kosprd den Übungsleitern für ihre ehrenamtliche Tätigkeit. „Unsere Trainer opfern eine Woche Urlaub, in all den Jahren hat es keine Verletzungen gegeben, immer wurde verantwortungsvoll gearbeitet. Dafür danken wir alle“, zollte Kosprd unter dem Applaus aller Anwesenden den Genannten ein dickes Lob. In das er auch die Sponsoren einfließen ließ. „Alleine die Trikotsätze für alle Kinder kosten über 6000 Euro.

Ohne unsere Gönner könnten wir dieses gar nicht stemmen“, meinte der Cheforganisator, denn zusätzlich müssten auch noch Busfahrten, Eintrittsgelder, Essen und Trinken finanziert werden. Warum dies erwähnt wurde? Kosprd: „Ich will endlich mit den Gerüchten aufräumen, die „Zehner“ würden sich durch die Feriencamps sanieren. Dies ist totaler Blödsinn.“

Und dann war die Rasselbande, die mit den Fußballschuhen scharrten, nicht mehr zu halten. „Was ihr in der Woche lernt, dies kann für Euer ganzes Leben wichtig sein. Fußball ist Mannschaftssport, der kann prägen“, gab ihnen Schirmherr Joseph Krott, seit 60 Jahren Mitglied der „Zehner“, mit auf den Weg. Vereinsvorsitzender Michael Lingnau wünschte gutes Gelingen, lud alle, einschließlich Eltern und Großeltern, zum ökumenischen Gottesdienst im Stadion ein. Der wird am Samstag ab 18 Uhr das diesjährige Feriencamp beenden.

Zuvor gibt es aber noch jede Menge Spaß, mit oder ohne Eltern. Es wird ein Prominentenlauf gestartet, es gibt einen Staffellauf. Und zuvor Ferienspaß im Freibad, im Brückenkopf-Park oder aber im Bubenheimer Spieleland. Apropos Spiel: Dass die Verantwortlichen auf eine gesunde Ernährung und drauf achten, dass genug getrunken wird, das wurde nicht herausgestellt, es ist eine Selbstverständlichkeit. Auch die Tatsache, dass die Mittagskost, von einer örtliche Mezgerei zubereitet, auch von den Kindern gegessen werden darf, die muslimischen Glaubens sind. „Aber das braucht man eigentlich auch gar nicht mehr zu erwähnen, darauf haben wir immer Rücksicht genommen. Denn wir sind schließlich eine Multi-Kulti-Familie“, bemerkte Peter Kosprd nicht ohne Stolz.

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