10.000 kühlen sich im Bad ab, Abschleppdienst hat hitzefrei

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Augen zu und rein: Der Sprung
Augen zu und rein: Der Sprung ins kühle Nass war am Hitze-Wochenende im Jülicher Freibad ein „Muss”. Foto: Guido Jansen

Jülich. Das ist doch mal ein Wort: 10.000 Gäste insgesamt suchten am Samstag und Sonntag im Jülicher Freibad bei tropischen Temperaturen Abkühlung. Damit kamen gut doppelt so viele Besucher wie vom Badbetreiber erhofft.

„Es gab keine besonderen Vorkommnisse, es ist alles problemlos verlaufen”, erklärte Bäderleiter Andreas Kayser von den Stadtwerken Jülich. Die 6000 Menschen am Sonntag seien von den Kapazitäten „noch zu handhaben gewesen”.

Der Rekordbesuch ist sicher erfreulich, darf aber auch nicht überbewertet werden: Die Fixkosten sind hoch, und großer Andrang bedeutet auch immer, dass viel Personal vorgehalten werden muss. „Wir kennen noch keine genauen Zahlen, aber so ein Wochenende bringt schon etwas. Andererseits kann ein Wochenende auch nicht die ganze Saison rausreißen”, erklärte Andreas Kayser auf Anfrage der Redaktion weiter.

Rund um das Bad hielten sich die allermeisten Menschen an die Parkverbote. „Es ist keiner abgeschleppt worden”, sagte Ordnungsamtsleiter Hans Pinell. Und dennoch verlief der Einsatz der Ordnungskräfte nicht ohne Zwischenfälle.

So sei das Kontrollpersonal zum Teil übelst beschimpft worden. „Das geht nicht. Unsere Leute tun nur ihre Arbeit, und die dient der Sicherheit aller”, so Pinell weiter. Schließlich hat die Überwachung ihren Sinn. Auf der Rurauenstraße und dem Stadionweg darf nicht geparkt werden, weil diese Verkehrswege viel zu eng sind und im Extremfall die Rettungskräfte mit ihren Fahrzeugen nicht mehr durchkommen.

Ein solcher Notfall kann theoretisch wirklich jeden Badegast betreffen. „Das kann bei einer notwendigen Rettung wichtige Minuten kosten und ist, gerade bei einem gut besuchten Freibad, nicht hinnehmbar. Aus diesem Grund werden auch in diesem Jahr verstärkt Kontrollen durchgeführt und gebenenfalls auch Fahrzeuge abgeschleppt”, unterstrich die Stadtverwaltung Jülich am Montag ihre Entschlossenheit.

Nicht das Ordnungsamt, sondern die Polizei musste in der Nacht zum Sonntag zum Freibad, weil von dort rund ein Dutzend „Nacht-Bader” gemeldet worden war. Als die Beamten eintrafen, rannten die Spätschwimmer in die Dunkelheit davon. Weitaus mehr zu tun hatte die Polizei an den Dürener Badeseen in Gürzenich und Echtz.

Am wärmsten Tag des Jahres 2012 am Sonntag wurde die 37-Grad-Marke in Jülich übrigens knapp verpasst. Die Wetterstation des Forschungszentrums maß am Sonntagnachmittag exakt 36,9 Grad Celsius, selbst in der Nacht wurde es allerdings nicht kälter als 22,3 Grad.
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