Zwei Veranstaltungen, eine Stadt: Kulinarischer Treff und Automobilausstellung

Von: hewi
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Beim Erkelenzer Schlemmermarkt präsentierte Partyservice-Chef Alois Quasten Spezialitäten und Herzhaftes. Bei so vielen Leckereien wunderte es nicht, dass die Besucher regelrecht in die Erkelenzer Innenstadt strömten, um sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Foto: Passage
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Bei strahlendem Sonnenschein erfreute sich die Erkelenzer Automobilausstellung lebhaften Interesses. Foto: Koenigs

Erkelenz. Die Erkelenzer Automobilausstellung (EAA) ist längst ein fester Termin im städtischen Veranstaltungskalender. Kurz nach der Frankfurter IAA präsentieren die lokalen und regionalen Autohändler auf einer der größten Automobilausstellungen der Region auf dem Burgplatz und gegenüber am Ziegelweiher ihre neuen Zugpferde und die automobilen Trends der kommenden Saison.

Und so hatten Autofans am Wochenende nicht nur die Möglichkeit, sich über die neuen Fahrzeuge zu informieren, sondern konnten auch an Probefahrten teilnehmen. Und wie bereits in den vergangenen Jahren standen auch diesmal wieder sparsame und umweltfreundliche Automobile im Mittelpunkt.

Bei den Kunden voll im Trend liegen neben umweltfreundlichen Fahrzeugen vor allem kraftvolle Allrader, sportliche Cabriolets und sparsame Kleinwagen. Dementsprechend wurden insbesondere die kleinen Spar- und Spaßwunder vom Publikum umlagert.

Während viele Damen magisch angezogen wurden von einem Kleinwagen eines italienischen Herstellers, der am Lenkrad Dolce Vita verspricht, interessierten sich die Herren im Kleinwagen-Segment eher für die Fahrzeuge, deren Hersteller mit „Fahrspaß-Pur“ und Prädikaten wie „Erlebnis-Auto“ warben.

Wer es noch kleiner und zukunftsweisender wollte, der fand unter herbstlichen Bäumen am Weiher unter anderem den „Twizy“, ein Elektroauto, das auch im Design wie aus einem Science-Fiction-Film entliehen daherkommt. Beim Publikum löste der kleine Energiesparer großes Erstaunen aus.

Dass sich die Besucher stark für Kleinwagen interessierten, ärgerte die Anbieter der großen Luxuskarossen wenig. Stefan Frenken vom Autohaus Bähr sah dem Treiben um die Kleinen gelassen zu – obwohl weil sein Segment die gehobene Preisklasse ist. „Wir haben gesunde Zuwachszahlen und bauen unseren Marktanteil aus“, betonte er. Auch wenn seine Klientel beim Autokauf nicht auf jeden Euro schauen muss, seien die neuen Modelle inzwischen schon bedeutend sparsamer und umweltfreundlicher. „Neben den Vorschriften ist es auch das Umweltbewusstsein der Käufer, das die Energieeffizienz fördert“, weiß er.

Doch bei vielen Kunden müsse es beim Autokauf nicht immer ganz klein und günstig oder sehr groß und sehr teuer sein, wie René Kurth betonte. Der Mann vom Peugeot-Autohaus Hanisch sieht auch bei den Nischenmodellen die besten Absatzmöglichkeiten. „Cabrios finden immer ihre Käufer“, weiß er. „Denn da entscheiden die Emotionen und nicht die Wirtschaftlichkeit.“

Käufer der sportlichen Freiluftflitzer sind zumeist Menschen der Generation 50plus, die sich etwas leisten wollen und können. Doch ob klein, mittel oder groß, das Zeigen von Präsenz auf der EAA bringt allen Autohäusern etwas. „In den Wochen nach der Ausstellung kommen mehr Kunden ins Autohaus, um sich die Modelle noch einmal genauer anzuschauen und ins Verkaufsgespräch einzusteigen“, sagt auch René Kurth.

Kulinarischer Treff

Am Sonntag rundete dann der Gewerbering mit dem kulinarischen Treff in der Innenstadt das Angebot ab. Der Ausflug zur Autoschau lohnte sich angesichts von Schlemmerangeboten wie Garnelenspießen, ausgefallenen Cocktails, Maispoulardenbrust oder einer „Trilogie vom Bäckchen“ umso mehr.

Dabei hatten die Anbieter sich schon im Vorfeld auf die Siebeneuro-Preispolitik geeinigt, wie der Vorsitzende des Gewerberinges, Rainer Rösken, bei der Vorstellung des Programms erklärt hatte. Mit kleineren Portionen und überschaubaren Preisen seien die Besucher in der Lage, auch an verschiedenen Ständen auf kulinarische Entdeckungsreise zu gehen. Für die beteiligten Anbieter sei der kulinarische Treff ein durchaus ernstzunehmender Event, betonte Gabriele Nießen vom Kuckhovener Metzger und Partyservice Quasten. Zwar sei die Vorbereitung aufwendiger als bei einer Feier mit zuvor festgelegter Anzahl der Gäste. „Man weiß nie, wie viele tatsächlich kommen. Trotzdem haben wir bisher immer noch jeden satt bekommen“, betonte sie. Auch nachher mache sich die Präsentation der eigenen Leistungsfähigkeit durchaus bemerkbar. „Vor allem im Bereich des Partyservice melden sich dann oft neue Kunden bei uns, die uns auf dem Markt kennengelernt haben.“

Gut gestärkt machte sich so mancher Besucher anschließend noch auf eine sonntägliche Shoppingtour durch die Erkelenzer Geschäftswelt, die an diesem Sonntag auch ihre Türen für das Publikum geöffnet hatte.

Ein Gospelchor und eine Straßenband sorgten dafür, dass auch die Ohren ihren Anteil am Rausch der inspirierenden Eindrücke hatten. Am Kölner Tor konnte man sich bei strahlendem Sonnenschein über die neuen Modetrends der Saison informieren, die die Fachgeschäfte zur Modenschau zusammengestellt hatten.

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