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Zurück in die Steinzeit: Ungewöhnlicher Unterrichtt in Gesamtschule

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Beim Entzünden von Stroh mit Hilfe eines Feuersteins hielten die Gesamtschlüler düch lieber einen gebührenden Abstand zu Hartmut Albrecht ein.

Hückelhoven. Der Geruch von Feuer hing über dem Hof der Gesamtschule Hückelhoven. In dicke Felle gehüllt standen Kinder mit Speeren auf dem Schulhof. Ganz klar: „Normaler“ Unterricht fand an diesem Tag nicht statt. Die fünften Klassen der Schule befanden sich auf einem Ausflug in eine längst vergangene Zeit der Menschheitsgeschichte – in die Steinzeit!

Hartmut Albrecht nahm die Schülerinnen und Schüler mit in eine Zeit, in der Essen nicht aus dem Supermarkt und Wasser nicht aus der Leitung kam. Statt Rechnen oder Englisch stand hier das Herstellen von Pfeilspitzen, Jagen und natürlich Feuer machen auf dem Stundenplan. Techniken, die den Klassen in jeweils zwei Schulstunden nähergebracht wurden. Besonders wichtig dabei: Anfassen ausdrücklich erlaubt! Steinwerkzeuge und Kleidungsstücke aus Fell wurden von den neugierigen Schülerinnen und Schülern begutachtet und die damals übliche Gesichtsbemalung mit Lehm ausprobiert.

Nur beim Entzünden von Stroh nur mit Hilfe eines Feuersteins hielten sie dann doch besser Abstand. Auch authentische Nachbauten steinzeitlicher Waffen gab es zu bewundern. Die Jäger dieser Zeit waren mit Speeren und Bogen bewaffnet, die bereits sehr ausgereift waren, wie Albrecht erklärt: „Die sogenannten Holmegard-Bogen waren aus speziell ausgesuchten Ulmenhölzern hergestellt und bis auf etwa 25 Meter treffsicher.“ Nach der Jagd wurden schamanische Tänze getanzt, welche die Kinder ebenfalls erlernten. Schüler wie Lehrer werden diesen Tag jedenfalls so schnell nicht vergessen. „Die Kinder hatten unglaublich viel Spaß und haben gleichzeitig viel gelernt“, lobt Lehrerin Daniela Römgens. Auch ihr Kollege Benjamin Forg ist begeistert: „Wir werden auf jeden Fall versuchen, auch den kommenden fünfte Klassen so ein Erlebnis zu ermöglichen.“

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