Wurmtal-Bahnprojekt nimmt die nächste Hürde

Von: disch
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So soll es bald aussehen: Die elektrifizierte Bahnstrecke führt dann in die Kreisstadt Heinsberg. Ab Juni sollen dann die Züge rollen. Foto: TEMA AG

Kreis Heinsberg. Bei der Genehmigung für das Projekt Wurmtalbahn, die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Heinsberg und Lindern, galt das Planfeststellungsverfahren zur Elektrifizierung stets als eine entscheidende Hürde, lagen doch insgesamt 19 Widersprüche von Bürgern vor. Am Dienstag bestätigte Freia Johannsen, Pressesprecherin der Bezirksregierung Köln, auf Anfrage, dass der Planfeststellungsbeschluss gefasst worden sei.

Den Einwendern werde er nun zugestellt. Und er werde vom 12. bis 25. Februar in den Rathäusern von Heinsberg und Geilenkirchen ausgelegt. Auch wenn die Bezirksregierung – wie von der bei diesem Projekt federführenden Rurtalbahn gefordert – die sofortige Vollziehung angeordnet hat, sind Klagen trotzdem nicht unmöglich. Wobei eine Klage nur dann eine aufschiebende Wirkung hätte, wenn der Klagende vor Gericht ­erfolgreich einstweiligen Rechtsschutz beantragen würde.

Hans-Joachim Kalok, der in Oberbruch unmittelbar an der Bahnstrecke wohnt, ist einer der Bürger, der Einwendungen gegen die Elektrifizierung eingelegt hatte. So erkannte er vor allem für sich und seine Familien Gefahren aufgrund elektromagnetischer Strahlung.

Aber auch der Wertverlust des Grundbesitzes war von ihm unter anderem geltend gemacht bei seinem Widerspruch. Wie er am Dienstag auf Nachfrage erklärte, seien seine Bedenken gegen das Vorhaben nicht nur nicht ausgeräumt worden, sondern eher größer geworden.

So seien Alternativen wie ein in der Taktfrequenz verbesserter Busverkehr oder auch ein Akkubetrieb als Antriebsart für die Bahn nicht geprüft worden, monierte er. Kalok kündigte an, dass er den Planfeststellungsbeschluss erst einmal im Detail lesen wolle. „Das weitere Vorgehen werde ich mit einem Anwalt besprechen.“ Eine Klage sei nicht ausgeschlossen.

Zuversichtlich blickte Rurtalbahn-Geschäftsführer Achim Schmitz am Dienstag dem weiteren Verlauf des Projekts entgegen. Voraussichtlich im März solle damit begonnen werden, Pfähle für die Elektrifizierung zu setzen; eventuell würden im Februar schon einzelne Fundamente gegossen.

Er gehe weiterhin davon aus, dass beim sogenannten kleinen Fahrplanwechsel der Bahn am 9. Juni der Zugverkehr zwischen Heinsberg und Lindern aufgenommen werde, so Schmitz.

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