„Wir für Ruanda“: Rockige Töne für guten Zweck

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Auf dem Schulhof der Hauptschule in Oberbruch steigt in der Zeit vom 13. bis 15. Juni ein großes Ruanda-Rock-Musik-Festival. Erlöse fließen in die Finanzierung eines integrativen Kindergartens in Butare/Ruanda. Foto: dpa

Heinsberg-Oberbruch. Der Verein „Wir für Ruanda“, feiert sein 20-jähriges Bestehen in der Zeit vom 13. bis 15. Juni, mit einem großen Ruanda-Rock-Musik-Festival auf dem Schulhof der Hauptschule in Oberbruch. Zu dem Benefizkonzert treten zwanzig lokale Bands an.

Als im August 1994, der negative Höhepunkt in den riesigen Flüchtlingslagern von Goma bedingt durch den Genozids in Ruanda, mehr als 6000 Menschen an einem Tag an der Cholera starben, entschied sich die deutsche Sektion der Hilfsorganisation CARE, freiwillige Helfer vornehmlich aus dem Bereich der Medizin in den Ostkongo zu entsenden.

Dr. Bernd Bierbaum, niedergelassener Arzt aus Oberbruch, war einer der ersten Freiwilligen, der im Ostkongo seine Hilfe anbot. Nach seiner Rückkehr wurde bedingt durch seine Berichte der Verein „Wir für Ruanda“ gegründet, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert. Aus diesem Grund wird der Verein in der Zeit vom 13. bis 15. Juni ein großes Ruanda-Rock-Musik-Festival auf dem Schulhof der Hauptschule in Oberbruch veranstalten.

Ziel dieses Events ist es einerseits, eine große Lücke im Musikleben des Kreises und der Stadt Heinsberg zu schließen, andererseits die Arbeit des Vereins auch anderen Bevölkerungsgruppen, besonders den Jugendlichen näher zu bringen. Geplant ist im Rahmen einer Benefizveranstaltung der Auftritt von 20 Bands aus dem Kreis und der näheren Umgebung.

Die eingenommene Gelder sollen helfen, den Grundstock für den Bau eines integrativen Kindergartens in Butare/Ruanda zu bilden, da der Verein auch bei eventueller staatlicher Bezuschussung 25 Prozent der geschätzten 160 000 Euro für den Bau selbst aufbringen muss.

Landrat Stefan Pusch hat die Schirmherrschaft für das Fest übernommen. Rund 90 Rock- und Bluesmusiker werden an der dreitägigen Benefizveranstaltung teilnehmen. Mehr als 100 Helfer werden dafür sorgen, dass die Gäste weder Hunger noch Durst ertragen müssen.

Speziell der Freitagabend, an dem auch sehr junge Gruppen mitwirken, wird der härteren Rockmusik gewidmet sein, um damit die Jugend und die jüngeren Erwachsenen anzusprechen. Sieben Bands haben sich dafür inzwischen gemeldet. Während am Samstag noch gemischte Rockmusik vorgetragen wird, wurden für den Sonntag Bands mit einer eher melodischen Musik für Jung und Alt ausgewählt.

„Insgesamt wurden annähernd 1000 Plakate verteilt, und im Zeitalter der neuen Medien setzten wir Organisatoren auf die positive Hilfe des Internets“, sagt Bierbaum, erster Vorsitzende des Vereins. 20 Bands mit Blues und Rockmusik in allen Varianten, zwei Bühnen, eine professionelle Akustikanlage, zwei Getränkepavillions, und ein großer Grillstand: Für alles ist bestens gesorgt.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit des kostenlosen Campierens. Damit die Fußballbegeisterten nicht zu kurz kommen, steht ebenso ein Fernseher zur Verfügung. „Wir gehen davon aus, dass wir ein erfolgreiches Fest garantieren können“, sagt Bierbaum hoffnungsvoll.

Gesponsort wird die Veranstaltung von der Kreiswasserwerk Heinsberg GmbH und NEW. „Wir bedanken uns auch ganz herzlich für die wertvolle finanzielle Unterstützung, die wir von der Kreissparkasse, der Raiffeisenbank, der Volksbank Heinsberg und der Alliander erhalte“, sagt Bierbaum. Das Ruanda-Rock-Festival soll dem Verein die finanziellen Grundlagen bieten, weitere Projekte in Ruanda zu ermöglichen.

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