Windkraftanlagen: Zu viel Krach in der Luft?

Von: Helmut Wichlatz
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Sorgen zu viele Windräder wirklich für zu viel Krach?
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Windräder sorgen für Knatsch zwischen Wegberg und Wassenberg
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Eine Konzentrationsfläche für Windenergieanlagen will die Stadt Wassenberg an der Grenze zu Wegberg installieren. Foto: imago/blickwinkel

Wegberg-Wildenrath. Es bahnt sich Knatsch zwischen den Nachbarstädten Wegberg und Wassenberg an. Denn Wassenberg hat eine Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen. Ziel ist die Schaffung einer „Konzentrationsfläche für Windenergieanlagen“ mitten im Wald an der Stadtgrenze nach Wegberg.

Und das passt nicht in das touristische Konzept der Stadt.

Auch der Nabu hat sich bereits in einer schriftlichen Stellungnahme gegen die Konzentrationsfläche ausgesprochen, die in unmittelbarer Nähe von ausgewiesenen Schutzzonen und Naturschutzgebieten liegt. Tangiert würden die Bachtäler von Schaagbach und Helpensteiner Bach sowie der niederländische Nationalpark De Meinweg. Dort findet eine große Zahl bedrohter Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum.

„Die Auswirkungen von Windenergieanlagen sind mit sehr hohen und nicht überschaubaren Risiken für das sensible Ökosystem Wald verbunden“, heißt es in der Stellungnahme des Nabu. Darüber hinaus verweisen die Naturschützer auf eine Studie des Frauenhofer Instituts, nach der deutlich mehr Flächen außerhalb von Wald- und Naturschutzgebieten zur Verfügung stehen als notwendig sind, um die klimatechnischen Ziele des Landes NRW zu erreichen. Aus diesen Gründen sei die Ausweisung von Konzentrationsflächen in Wald- und Schutzgebieten abzulehnen.

Dieser Auffassung schließt sich die Stadt Wegberg an, wie Bürgermeister Reinhold Pillich betont. Er sieht auch die touristischen Bemühungen zur Positionierung von Wegberg als Naherholungsziel gefährdet. „Von der Dalheimer Mühle aus sollen bis zu 180 Meter hohen die Windräder zu sehen sein, was wir nicht hinnehmen werden“, sagt er. Alternative Energieformen müssten in Einklang mit den Interessen und den Zielen der Stadt stehen. Um die Energiewende vollziehen zu können, müssten an erster Stelle Sparen und ein effizienter Umgang mit Energie stehen. Erst danach komme ein geregelter Ausbau alternativer Energiequellen. Der Wassenberger Ratsbeschluss löst in Wegberg einige Verwunderung aus, weil an sich auch Wassenberg ein Konzept der touristischen Vermarktung verfolgt.

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