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„Wie wir sie aus dem Fernsehen kennen“: Hannelore Kraft in Oberbruch

Von: Nicola Gottfroh
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Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ist zu Gast bei Prospex im Industriepark Oberbruch. Wie gewohnt gibt sie sich authentisch und bodenständig und zeigt sich an der Arbeit und den Menschen im betrieb und deren Sorgen sehr interessiert. Fotos (2): Gottfroh Foto: Gottfroh

Heinsberg-Oberbruch. Sie schüttelt Hände, hakt interessiert nach und hat keine Scheu, auch mal kritisch nachzufragen. Hannelore Kraft kommt bei ihrem Besuch im Bizz-Park Oberbruch authentisch und bodenständig daher. „Genau so, wie wir sie aus dem Fernsehen kennen“, stellt eine junge Mitarbeiterin der Firma Prospex, einer Werkstatt für Menschen mit psychischen Behinderungen, die im Mittelpunkt des ministerpräsidialen Besuchs stand, fest.

Die Ministerpräsidentin eingeladen, das Unternehmen zu besuchen, hatte der SPD-Bundestagskandidat Norbert Spinrath. Und wo die Ministerin gerade schon vor Ort war, bot sich auch noch ein Abstecher zur Firma Ceramic Fuel Cells Oberbruch an. Der passte nicht nur wegen seiner direkten Nähe zur Prospexeinrichtung ins Konzept, sondern insbesondere wegen der innovativen Technik des Unternehmens. Ceramic Fuel Cells hat das erste erdgasbetriebene Mikrokraftwerk entwickelt und zur Marktreife gebracht. „Mit dem Besuch der beiden Unternehmen schlagen wir einen wunderbaren Spannungsbogen. Immerhin decken wir hier die Themen Inklusion und Energiewende ab, die der Ministerin besonders wichtig sind“, erklärt Spinrath seine Wahl dieser beiden Unternehmen.

Doch wie es für Kraft typisch ist, steht vor der Technik erst einmal der Mensch im Mittelpunkt. Bei Prospex nimmt sie sich viel Zeit – nicht nur für die Werkstattbesichtigung, sondern vor allem für das Zwiegespräch mit den Mitarbeitern. „Mir ist es sehr wichtig zu wissen, was in solchen Einrichtungen passiert, zu erfahren, was die Bürger empfinden und was sie von der Politik erwarten“, sagte Kraft im Vorfeld.

„Dass Hannelore Kraft heute hier ist, bedeutet für die Mitarbeiter vor allem eine Wertschätzung und Würdigung ihrer Arbeit“, sagt Werkstattleiter Rochus Wellenbrock. Zudem sei es für die Prospex-Mitarbeiter schön zu wissen, dass jemand von Oben ihnen zuhört.

Beim Frühstück packt Kraft es an: „Ich will wissen, welche Probleme und Sorgen die Menschen hier haben“, sagt sie. Davon bekommt sie einige zu hören. Steigende Mietpreise, explodierende Nebenkosten, die Sorge um die eigene Existenz bereiten den Menschen hier schlaflose Nächte. „Mietpreisbremse, Energiewende, Mindestlöhne – ich verspreche Ihnen, ich bin und bleibe an diesen Themen dran“, versichert Kraft. Damit hat sie wohl gleich neue Fans gewonnen, denn für das eine oder andere Erinnerungsfoto mit einem Prospex-Mitarbeiter muss sie noch herhalten, bevor sie sich endgültig verabschiedet und die gegenüberliegende Straßenseite ansteuern kann, wo sich die Firma Ceramic Fuel Cell angesiedelt hat.

Das Unternehmen hat mit BlueGen das erste erdgasbetriebene Mikrokraftwerk der Welt entwickelt und zur Marktreife gebracht. Kraft zeigt sich an der Technologie interessiert, lässt sich die Produktionsstätten zeigen, fragt aber auch kritisch nach, ob der Fokus, den das Unternehmen auf den Einsatz von Erdgas legt, der richtige Weg ist. „Beim Thema Energiewende haben wir noch jede Menge zu tun. Wir müssen jetzt den richtigen Weg einschlagen“, sagt Kraft.

Dass Oberbruch ausgerechnet dieser Tage prominenten Besuch aus Düsseldorf empfangen konnte, ist sicherlich kein Zufall. Immerhin steht am übernächsten Sonntag die Bundestagswahl an. Die ist für Kraft zwar weniger von Interesse als die Landtagswahl. Dafür ist sie für ihren Parteikollegen Spinrath umso wichtiger. Ein guter Grund für die beliebte SPD-Frau, den Kollegen in seinem Wahlkampf zu unterstützen.

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