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Wie Schneekönig und Eisprinzessin

Von: kl
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Da strahlten die Erkelenzer Tollitäten: Prinz Bernd II. und Prinzessin Birgit I. durften sich beim Rosenmontagszug in Erkelenz sogar über Afrikaner als begeisterte Zugteilnehmer freuen. Sie kamen allerdings nicht vom fernen Kontinent, sondern aus dem nahen Granterath. Foto: Peter Kerkhoff

Erkelenz. Prinz Bernd II. freute sich wie ein Schneekönig. Und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Birgit I. strahlte wie eine Eisprinzessin, als sich der Erkelenzer Rosenmontagszug in Bewegung setzte.

Die Freude war in diesem Jahr besonders groß bei der EKG. Einerseits, weil es ja in der vergangenen Session bekanntlich gar keine Tollitäten im Herzen der Erka-Stadt gegeben hatte und nun mit dem Ehepaar Schmidt begeisterte und begeisternde närrische Regenten im Blickpunkt standen. Zudem konnte die EKG endlich wieder ihren eigenen Prinzenwagen zum Einsatz bringen und musste nicht, wie in früheren Jahren schon mal geschehen, einen leihen.

CDU als 108.Abteilung

Erkelenz war in Blau und Weiß gehüllt, den Traditionsfarben der Stadt und der EKG: Weiß glänzte der Schnee, blau lachte der Himmel; jedenfalls zu Beginn des mehr als dreistündigen Zuges durch die Innenstadt. 107 Abteilungen hatte Zugorganisator und EKG-Chef Stephan Schüren notiert.

Zum Schluss waren es sogar 108, denn die CDU-Fraktion setzte die Forderung von Prinz Bernd II. aus dessen Regierungserklärung um, beteiligte sich auf dem Markt zum Zugabschluss mit einigen Mitgliedern als „Erki-Männchen und half bei der Reinigung.

Eine Gruppe erlebte hingegen das Ende nur auf „Bewährung” mit. Nachdem sie sich nicht an die Auflagen zur erlaubten Lautstärke gehalten hatte, war sie kurzerhand „des Feldes verwiesen” und dann doch wieder aufgenommen worden.

Der Zoch in der Erkelenzer Innenstadt lebt von den vielen Gästen aus den Außenbezirken, die sich alljährlich beteiligen, aber in diesem Jahr machten auch viele Gruppierungen aus der Innenstadt mit. Die Grünen outeten sich als Discogänger in der neuen Erkelenzer Disco - nach dem Motto: „Lang ham mer hjewaart, es ist noch net to lat”.

Der Hit des nachfolgenden Wagens „Reißt die Hütte ab” war da aber wohl rein zufällig. Sportlich daher kamen nicht nur die verschiedenen Abteilungen des ETV sowie der Erkelenzer Volleyball-Verein, sondern auch private Gruppierungen wie etwa die Tenholter Stars der American-Football-Liga oder die „Narren ohne Namen”, die zur WM 2010 ebenso unterwegs waren wie die Fußballer-Gruppe von Thomas Krücken.

Große Freude hatten die zahlreichen Besucher entlang der kilometerlangen Strecke auch an der Gruppe der Sonnenkinder, die wie ein goldig-gelber Farbtupfer im schneeweiß-himmelblauen Umzug wirkte.

Wer nach dem Zug immer noch nicht weiß, welchem Beruf Prinz Bernd II. nachgeht, dem ist nicht mehr zu helfen. Schon zu Beginn erklärte sich die Erkelenzer Messdiener-Gemeinschaft zu Schutzengeln „für den Mann vom Fach auf dem Dach”.

Auch bei der Karnevalsgruppe der Pfarre St. Lambertus lautete das Motto: „Alle unter einem Dach, Lamberti hat den Prinz vom Fach”. Die letzten Zweifel zerstreute eine private Gruppe aus dem Freundeskreis des Prinzen.

Die Pannepöpper wollten dem Prinzen natürlich nicht ernsthaft Konkurrenz machen. Sie zogen aber einen Dachstuhl mit, auf dem Schindeln deutlich machten: Der Prinz klettert jedem aufs Dach, wenn es sein muss - als Dachdeckermeister.
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