Wegberg - Wegberger Stadtsportverband: Frage der Vereinsförderung bleibt unbeantwortet

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Wegberger Stadtsportverband: Frage der Vereinsförderung bleibt unbeantwortet

Von: Monika Baltes
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Der mühsam ausgehandelter Kompromissvorschlag findet im Fachausschuss keine Mehrheit. Foto: imago

Wegberg. „Abermals ein politischer Tiefschlag für die Vereinswelt in Wegberg“, so kommentiert Bernd Stamms, der Vorsitzende des Stadtsportverbandes Wegberg, die Ereignisse in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur, Soziales und Sport (BiKKS). Wieder einmal hatte die viel diskutierte Vereinsförderung auf der Tagesordnung gestanden.

In der Vorlage hatte die Verwaltung den Kompromiss aus dem Gespräch mit den Vereinen vom 15. Januar vorgestellt. Wichtigste Änderungen waren der Wegfall der prozentualen Wohnortfrage aller Vereinsmitglieder (Erwachsene und Jugendliche) und der Wegfall der prozentualen Jugendquote. Um diesen Kompromiss hatten Vereine und Verwaltung hart gerungen, insbesondere die Mitglieder der Sportvereine hatten bei Zustimmung zu diesem Mittelweg der Erwartung Ausdruck verliehen, dass dies bei der noch ausstehenden Diskussion um die Energiekostenbeiträge entsprechend Berücksichtigung finde.

Die Verwaltung hat mit Blick auf den zeitlichen Aspekt und zwecks größerer Planungssicherheit für die Vereine die Beratungen zur allgemeinen Vereinsförderung und zum Energiekostenbeitrag voneinander getrennt. Die Beratung über die Energiekostenbeiträge ist für die letzte Februarwoche vorgesehen. Im BiKKS ging es also um die Vereinsförderung.

„Nach all der Vorarbeit hatte ich mit einem Durchwinken des Tagesordnungspunktes gerechnet“, sagt Stamms und war umso erstaunter, dass der Verwaltungsvorlage vom stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU, Wolfgang Bennewirtz, heftig widersprochen wurde. Das habe eine „stürmische Diskussion, teilweise unter der Gürtellinie“, ausgelöst, berichtet Stamms, „wortgewandt unterstützt durch den Fraktionsvorsitzenden der FDP, Christoph Böhm“.

Stamms verstehe die Welt nicht mehr, wenn Argumente wie „das sei nicht politischer Wille“ angeführt werden. Die Vorlage wurde an die Verwaltung zurückverwiesen mit dem Auftrag, lediglich die Wohnortfrage der Jugendlichen aus der bestehenden Satzung zu streichen, die Satzung ansonsten aber unverändert zu lassen.

Sondersitzung geplant

„Befremdlich“ findet Stamms zudem den einstimmigen Beschluss des Ausschusses, Beratung und Entscheidung in die nächste Ratssitzung weiterzugeben. „Normalerweise würde im nächsten BiKSS abermals beraten und dann dem Rat zur Entscheidung überlassen. Aber offensichtlich wünscht die Politik hier keine weiteren Meinungsbekundungen der Vereine“, vermutet er. Unverständlich ist für ihn, „dass die CDU ihren eigenen Bürgermeister im Regen stehen lässt“, den er nach wie vor für einen „Freund der Vereine“ hält.

Der gescheiterte Kompromiss war das Ergebnis eines langen, steinigen Weges. Ein Mitspracherecht an der fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe „Neuordnung Vereinsförderung“ war dem Vorsitzenden des Stadtsportverbandes seinerzeit verweigert worden. Die Beteiligung der Vereine wurde immer wieder gefordert und den etwa 300 Vereinsmitgliedern, die Beobachter der Ratssitzung im Oktober waren, von allen Fraktionen versprochen.

„Der Vorstand des Stadtsportverbandes wird sich umgehend zu einer Sondersitzung treffen und über mögliche Vorgehensweisen beraten“, sagt Stamms.

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