Wegberger räumen in ihrer Stadt auf

Von: mb
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Ein starkes Team für einen saubere Umgebung: Viele freiwillige Helfer sammelten in Wegberg eine Menge herumliegenden Müll auf. Auch Bürgermeister Reinhold Pillich packt mit an. Foto: Monika Baltes
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Jetzt kann es losgehen: Amelie Maibaum war eine der jüngsten Müllsammlerinnen.

Wegberg. Amelie ist ein Mädchen der Tat. Energisch streift die Sechsjährige die viel zu großen Arbeitshandschuhe über, kritisch beobachtet von ihrem vierjährigen Bruder Colin. Die Geschwister Maibaum sind die jüngsten Teilnehmer der Dalheimer Gruppe, die sich an der stadtweiten Müllsammelaktion in Wegberg beteiligen.

Petra Otten hat die Gruppe zusammengetrommelt, um dem in Dalheim herumliegenden Müll den Garaus zu machen. Auch der Schirmherr der Aktion, Bürgermeister Reinhold Pillich, packt in seinem Heimatort mit an. Unter den Freiwilligen im Dienste der Sauberkeit werden unter anderem drei Ratsmitglieder aus zwei verschiedenen Fraktionen gesichtet und zwei Neubürger, die erst vor kurzem nach Dalheim gezogen sind.

Die Müllsäcke, Arbeitshandschuhe und Greifzangen sind verteilt, jetzt ist nur noch eine Teilnehmerliste auszufüllen. Zum einen muss hier alles seine Ordnung haben, zum anderen ist nur so der Versicherungsschutz für die Beteiligten gewährleistet. „Das hat Martin Kortzak wirklich perfekt vorbereitet“, freut sich Otten.

Bei Martin Kortzak von der Abfallberatung der Stadt Wegberg laufen die Fäden für die Aktion zusammen, die zum dritten Mal stattfindet. Über 50 Teilnehmer haben sich bei ihm angemeldet, sieben Gruppen, aber auch „Einzelkämpfer“ machen sich rund um Wegberg, in Beeck und Beeckerwald, Kehrbusch und Mehlbusch, Dalheim und zwischen Arsbeck und Wildenrath an die Arbeit.

Die notwendigen Materialien werden am Aktionstag zur Verfügung gestellt. Auch der Kreis Heinsberg unterstützt die Aktion und erhebt für die Entsorgung der gesammelten Abfälle eine reduzierte Gebühr. Wenn alle anderen die Aktion längst abgeschlossen haben, wird Kortzak anhand der Wiegekarten feststellen, um wie viel Müll Wegberg erleichtert worden ist – auf das Kilogramm genau.

Die Neubürger in Dalheim berichten, dass sowohl wilde Müllhalden als auch achtlos weggeworfene Abfälle an ihrem alten Wohnort häufiger waren. „Wegberg ist eine saubere Stadt“, meinen sie. Das liege am guten Entsorgungssystem und der Gebührengerechtigkeit, vermutet Pillich.

Müll hat nichts mit Geld zu tun

Trotzdem, ärgerlich ist das Müll allemal: „Es regt mich schon auf, wenn ich den ganzen Müll entlang der Straßen sehe“, meint Otten. Da es sich meist um Papier und Plastikabfälle handele, habe das mit Geld nichts zu tun, beides werde doch in Wegberg kostenfrei entsorgt, beklagt sie die Achtlosigkeit der Müllverursacher.

Einig sind sich alle, dass „in den Köpfen noch ganz viel passieren muss“, damit Müllsammelaktionen überflüssig werden.

Wie dem auch sei, jetzt geht es ans Werk. Otten ist gut vorbereitet, hat schon „einen Plan im Kopf“ und teilt den Freiwilligen bestimmte Bereichen zu. Einer der bereitgestellten Container hat in Dalheim seinen Platz gefunden, dort will man sich nach getaner Arbeit treffen und den Unrat entsorgen. Und dann schwärmen sie in verschiedene Richtungen aus, die tatkräftigen Helfer und guten Vorbilder.

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