Wegberger Prinz Leo ist im Amt und legt einen großartigen Start hin

Von: hewi
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Im Amt: Der Wegberger Prinz Leo I. (Backhaus) mit seinem Prinzenführer Ralf Bartels (r.) und Penningsmeester Michael Kippe (l.).

Wegberg. Vier Federn schmücken die Kappe des neuen Prinzen Leo I. (Backhaus), der im Rittersaal der Burg offiziell in Amt und Würden versetzt wurde. Was es mit den Federn auf sich hat? Sie repräsentieren die drei Vereine Flöck op, Hei on Klei und TC Rot-Grün und das Komitee des Rosenmontagszuges, in denen Leo jeweils ganz oben mitmischt.

Somit habe er Karneval in Wegberg von der Pike auf gelernt und eigne sich daher bestens zum Prinz Karneval, erklärte Sonja Rotter, die Präsidentin der KG. Sie teilte sich die Moderation des Abends mit Heribert Jackels, dem Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft Hei on Klei.

Backhaus tritt das Amt nach einer prinzenlosen Session ohne Prinzessin an. Seine Frau Inge will den Prinzen jedoch nicht alleine auf die Rolle schicken und ist als eine der sechs Paginnen im Gefolge immer dabei. Auch wenn man ihn nicht wirklich vorstellen musste, hielt Bürgermeister Reinhold Pillich eine Laudatio auf den neuen Regenten, in der er einiges zu berichten wusste. Bei einer umfassenden Abhöraktion - Glasfaser und DSL sei Dank - habe er viel über Leo, den Elektromechaniker und Holzhacker, erfahren.

So bewahre er zum Beispiel seine Karnevalsorden im Schlafzimmer auf, wo er sich so „immer selbst mal einen Orden verleihen“ könne. Sollte das Schlafzimmer wegen der Masse an Orden aus allen Nähten platzen, werde Pillich für eine problemlose Genehmigung eines Anbaus sorgen, kündigte der Erste Bürger scherzhaft an.

Klingelbeutel und Zepter

Richtig ins Schwitzen kam der Verwaltungschef jedoch bei der Verlesung des diesjährigen Sessionsmottos. Denn die Mundart ist nicht so sein Ding. Daher musste seine Interpretation von „Im Tal der Berker Müele – do mäk et schpass, möt Ösch d´viere“ noch einmal in astreines Platt übersetzt werden. Rotter versprach ihm darüber hinaus aber auch eine Fortbildung in Platt, wenn es der kommende Stadthaushalt zulässt. Immerhin zeigte sich Jackels solidarisch und bekannte, der Mundart auch nur bruchstückhaft mächtig zu sein.

Dann kamen die vier Federn der Macht auf Leos Mütze. Für Flöck op steckte der Vorsitzende Gerd Opwis die Feder an des Prinzen Haupt. Für Hei on Klei trat der Vorsitzende Rudi Babka an, für das Rosenmontagskomitee Pillich für TC Rot-Grün Geschäftsführerin Steffy Kessel. Sie war in Doppelfunktion da, denn als scheidende Prinzessin hatte sie mit dem Klingelbeutel und dem Zepter die weiteren Insignien der Macht dabei, ohne die eine Tollität nun mal keine Tollität ist.

Kinderprinzessin Stella I. aus Rath-Anhoven war auch in der Burg erschienen, um ihrem großen Amtskollegen einen guten Start zu wünschen. Den wünscht er sich auch, und hatte deshalb auch gleich seine elf Gebote dabei, die unter anderem regeln, dass betrunkene Karnevalisten vom Finder liebevoll gepflegt werden sollen und jedes in der Session gezeugte Kind automatisch den Namen Leo zu tragen habe, wobei sich jedoch wegen der Unterscheidbarkeit eine Nummerierung empfehle.

Leos Hofstaat besteht aus Prinzenführer Ralf Barten, Penningsmeester Michael Kippe, den Paginnen Inge Backhaus, Andrea Heinrichs, Irmgard Schüpper, Linda Babka und Carmen Noethlichs.

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