Wegberg: Streit um Pauschale für Tennensportplatz

Von: mb
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Wegberg. Der FC Wegberg-Beeck hat seinerzeit das Gelände des Tennensportplatzes Beeck von der Stadt Wegberg in seine Verantwortung übernommen und in eine vorbildliche Trainingsanlage verwandelt. Der Tennenplatz wurde mit einem Zuschuss aus dem Konjunkturpaket II in einen Kunstrasenplatz umgewandelt, in Eigenleistung wurden zwei Kleinspielfelder eingebaut.

Die Renovierung des städtischen Gebäudes mit Umkleidekabinen und Sanitäranlagen wurde ebenfalls vom Verein finanziert. Betrieb, Pflege und Unterhaltung des Geländes (insgesamt 26.526 Quadratmeter) übernahm der FC Wegberg-Beeck und erhielt von der Stadt Wegberg dafür einen Fixbetrag zu den Pflegekosten von 28.000 Euro jährlich.

Der Verein beziffert die jährlichen laufenden Kosten für diese Fläche auf 72.000 Euro. Vor dem Hintergrund der Neuregelung der Vereinsförderung hatte der Rat Ende 2012 beschlossen, diesen Vertrag vorsorglich zu kündigen. In der letzten Sitzung des alten Ausschusses für Bildung, Kultur, Soziales und Sport berieten die Kommunalpolitiker über einen neuen Vertrag.

Laufzeit bis Ende 2020

Die Verwaltung schlug vor, den Pflegevertrag mit einer Pflegepauschale von 28.000 Euro und einer Laufzeit bis zum 31.12.2020 abzuschließen. Sie verwies darauf, dass die Situation um die Sportanlage in Beeck einmalig im Stadtgebiet sei.

Die Pflege dieser städtischen Sportanlage sei durch die Stadt nicht zu gewährleisten, da die personellen und maschinellen Voraussetzungen fehlen.

Es gab reichlich Diskussionsstoff. Christoph Böhm, FDP, fürchtete „Ungleichbehandlung, die gerade mit der neuen Vereinsförderung vermieden werden sollte“. Auch Willi Ellerkamp (SPD) forderte, die „Grundsätze aus der neuen Vereinsförderung nicht über den Haufen zu werfen“. Georg Schmitz, CDU, forderte, die Laufzeit des Vertrages auf zwei Jahre zu begrenzen.

Gerd Pint, Fachbereichsleiter der Stadt Wegberg, wies darauf hin, dass es sich bei der vorgeschlagenen Regelung nicht um Vereinsförderung handele, sondern um eine Übertragung von städtischen Aufgaben an den Verein. Die Pflegepauschale sei wesentlich geringer als der tatsächliche Aufwand. Bernd Stamms, Stadtsportverbandsvorsitzender, betonte, der Verein sei ein attraktives Aushängeschild für Wegberg und leiste nicht nur hervorragende Arbeit, sondern unterstütze auch andere Vereine.

„Mir geht das Verständnis für diese Diskussion ab“, schaltete sich Bürgermeister Reinhold Pillich in die Debatte ein. Er sagte, dass der FC Wegberg-Beeck ein Werbeträger für die Stadt sei, ein Turnier des Vereins 20.000 Gäste nach Wegberg locke, und kritisierte den von ihm ausgemachten „Sozialneid“.

Votum für den Vertrag

Die Entscheidung: Die Politik ist dafür, dass der Vertrag abgeschlossen wird. Zusätzlich legte man fest, dass in vergleichbaren Fällen mit anderen Vereinen künftig auch über ein Entgelt bei der Pflege von städtischen Anlagen durch Vereine verhandelt werden solle.

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