Wegberg - Warmherzige Diva ohne den Hauch von Starallüren

Warmherzige Diva ohne den Hauch von Starallüren

Von: Monika Baltes
Letzte Aktualisierung:

Wegberg. Ihre wunderschöne klare Stimme füllte mühelos die große Kirche. Angelika Milster begeisterte mit ihrem Programm „Von ganzem Herzen“ in der Wegberger Pfarrkirche St. Peter und Paul die Zuhörer.

„Ich singe gerne in Kirchen, ich mag die Atmosphäre“, erklärte sie ihrem Publikum und verriet, „ich habe eine andere Spannung, wenn ich eine Kirche betrete.“ Mehr als 400 Besucher hatten den Weg in die stimmungsvoll beleuchtete Kirche gefunden.

Voll des Lobes war das Publikum für das Repertoire und die Stimmgewalt. Der Veranstaltungsort selber fand nicht nur Zustimmung. Die gewaltigen Säulen versperrten vielen Zuschauern die Sicht auf die Künstlerin, und einige Zuschauer mussten sich damit begnügen, lediglich ein kleines Stück des Schattens von Milster zu sehen.

Eine sehr breite Songpalette

„Da ist sehr schade, schließlich haben wir das gleiche Geld bezahlt wie alle, die einen guten Blick haben“ bedauerte ein treuer Fan. Hier und da wurde versucht, sich einen anderen Platz mit besserer Aussicht zu suchen, das war Milster nicht entgangen: „Ich grüße alle, die hinter den Säulen sitzen.“

Klassische und geistliche Lieder gehörten ebenso zum Repertoire wie Musical-Songs und natürlich Weihnachtslieder. „Ich liebe Weihnachten und ich liebe den Kitsch“, vertraute Milster dem Publikum an.

Jedes Jahr komme eine kleine Kiste Kitsch dazu bekannte sie freimütig. In charmantem Plauderton erzählte sie zwischen ihren Liedern von ihren Großeltern, von ihrem Vater, von guten Vorsätzen fürs Weihnachtsfest „In diesem Jahr schenken wir uns nichts – nur was Kleines“ und war nah dran am Publikum – eine warmherzige Diva ohne Starallüren.

Alle Register wurden gezogen

Mit fröhlichem Gelächter quittierten die Zuhörer ihre kleinen Neckereien mit ihrem Organisten Jürgen Grimm. Das Publikum hielt förmlich den Atem an, wenn Angelika Milster sang. Sie zog alle Register: Andächtig und kraftvoll das „Vater unser“, zart und berührend „Guten Abend gute Nacht“, stimmgewaltig das „Agnus Dei“, voller Lebensfreude „Durch den weißen Winterwald“. Was immer Milster anstimmte, es wurde mit herzlichen Applaus bedacht und umjubelt.

„Wenn man diese herrliche Stimme hören kann, was macht es da schon aus, den Star nicht zu sehen“, zeigten sich längst auch die Zuhörer versöhnlich, die keinen Blick auf die Sängerin erhaschen konnten. „Obwohl, wenn ich mich recht erinnere, ist sie auch eine Augenweide“, fügte ein Zuhörer schmunzelnd hinzu.

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