Waldenrath feiert gleich zwölf Königinnen

Von: Anna Petra Thomas
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Ein schmuckes Bild mit Ehrendamen präsentierte sich den Besuchern des Waldenrather Dekanatsschützenfestes anlässlich der Feldandacht auf dem Sportplatz. Foto: Anna Petra Thomas
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Die Waldenrather St. Petri und Pauli Schützenbruderschaft mit ihrem Königspaar Ralf und Ulrike Schiffgens führte den Festzug der 22 Bruderschaften anlässlich des Dekanatsschützenfestes in Waldenrath an. Foto: Anna Petra Thomas
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Die Waldenrather St.-Petri- und Pauli-Schützenbruderschaft mit ihrem Königspaar Ralf und Ulrike Schiffgens führte den Festzug der 22 Bruderschaften anlässlich des Dekanatsschützenfestes in Waldenrath an. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Waldenrath. „Schützen, Aufstellung nehmen!“ Weit über den Waldenrather Sportplatz hinaus war die Stimme von Willi Scheuvens zu vernehmen. Fünf Minuten vor Beginn der Feldandacht nahmen die 22 Schützenbruderschaften, die zum großen Festzug nach Waldenrath gekommen waren, Aufstellung vor der Bühne.

Anlass war das Dekanatsschützenfest des Dekanatsverbands Gangelt-Selfkant, das die St.-Petri- und Pauli-Schützenbruderschaft Waldenrath zum siebten Mal ausgerichtet hat. Neben den 20 Schützenbruderschaften des Dekanats waren mit Laffeld und Heinsberg auch zwei Bruderschaften aus dem Nachbarbezirk Heinsberg zu Gast. „Achtung, der General kommt!“, lautete seine zweite, weithin vernehmliche Ansage.

Bewunderung für Majestäten

In einer Kutsche stehend, führten General Herbert Houben und sein Adjutant Josef Wilms die Waldenrather Schützenbruderschaft auf den Platz. Besondere Bewunderung fanden dabei die Majestäten, allen voran Ralf und Ulrike Schiffgens als Königspaar, begleitet von ihren beiden Adjutanten, zwei Trägern von Blumenhörnern und nicht zuletzt den Blumenmädchen Lea und Lilly, den beiden Nichten der Königin.

Die Königin trug ein Kleid in eher dezenten Naturtönen, das jedoch durch sein exklusives Design mit einem großen, gerüschten Kragen bestach. Perfekt leuchtete daraus der in Pink und Lila gestaltete Blumenschmuck. Allseits bewundernde Blicke ernteten aber auch die Ehrendamen, alle gleich in leuchtendem Kiwi-Grün gekleidet.Dekanatsbundesmeister Ludwig Kaprot würdigte in seiner Begrüßung vor allem die Unterstützung der musizierenden Vereine bei Schützenfesten. „Was wären wir Schützen ohne eure Mitwirkung?“, so seine rhetorische Frage. „Ihr seid bei unseren Festen nicht wegzudenken.“

Man habe sich zusammengefunden zu einem Fest der Begegnung und der Freude, das über alle Konfessionen und Weltanschauungen hinweg zu einer Gemeinschaft verbinde, erklärte Diözesanpräses Pfarrer René Mertens. „Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das des anderen“, las Propst Markus Bruns aus einem Brief des heiligen Paulus an die Gemeinde in Philippi. „Möge dieser Satz uns immer wieder leiten“, sagte er den anwesenden Schützen. Nach der Feldandacht setzte sich der lange Zug mit 22 Schützenbruderschaften durch Waldenrath in Bewegung.

Viele Zuschauer

Alle Straßen des Zugweges waren hier mit Menschen regelrecht gesäumt. Der Festzug endete mit dem Vorbeimarsch der Musikeinheiten und Bruderschaften vor den Majestäten und dem Festkomitee an der Kirche. Im Festzelt schlossen sich Ehrungen für erfolgreiche Schützen an. Den Schießwettbewerb um die Dekanatsstandarte hatte die St.-Quirinus-Schützenbruderschaft Millen für sich entschieden. Die Jungschützenstandarte ging an St. Sebastianus Tüddern. Über den Dekanatswanderpokal im Schießen freuten sich die Mitglieder von St. Severinus Wehr. Den Dekanatswanderpokal für die Bewertung der Bruderschaften bei Feldandacht, Festzug und Vorbeimarsch sicherte sich die St.-Nikolai-Schützenbruderschaft Straeten. Weiter zum Programm des Nachmittags trugen die Fahnenschwenker aus Würselen-Morsbach bei. Eine besondere Überraschung für die Königin hatte sich für den abschließenden Festzug am Montag ihr Kegelclub ausgedacht. So waren dabei neben der eigentlichen Königin gleich weitere zwölf Königinnen unterwegs. Mit dem Kaiser- und Königsball ging das Schützenfest am Abend zu Ende.

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