Erkelenz - Wahlmarathon: Helfer sind diesmal besonders gefordert

Wahlmarathon: Helfer sind diesmal besonders gefordert

Von: Helmut Wichlatz
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Gut auf die Wahl vorbereitet: Simon Häusler von der Stadtverwaltung. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Bei der Wahl am 25. Mai können die Bürger über die Besetzung des Stadtrats, des Kreistags und des Europaparlaments gleichermaßen abstimmen. Die Zusammenlegung birgt neben einer Einsparung aber auch einige Mehrarbeit für die Wahlhelfer, wie Hans-Willi Bongartz zu berichten weiß.

Er ist im Team der Stadtverwaltung, das unter der Leitung des Ersten Beigeordneten der Stadt Erkelenz, Dr. Hans-Heiner Gotzen, den ordnungsgemäßen Ablauf der diesjährigen Wahl sicherstellen soll.

So mussten im Vorfeld genügend Wahlhelfer für die 33 Wahlbezirke und die Briefwahllokale gefunden werden. Das mussten je nach Größe des Einzugsgebietes zwischen acht und zwölf Helfer pro Wahllokal sein. Insgesamt werden am Wahltag 315 Wahlhelfer im Einsatz sein, und das von morgens um sieben bis spät in die Nacht. Denn diesmal gibt es dank der Zusammenlegung der beiden Wahlen eine ganze Menge auszuzählen.

Wahlhelfer werden kann jeder, der auch wahlberechtigt ist. „Ein polizeiliches Führungszeugnis ist bei diesem Ehrenamt nicht erforderlich“, erklärt Bongartz. Trotzdem gelten natürlich einige verbindliche Regeln: So darf man zum Beispiel nicht dort als Wahlhelfer eingesetzt werden, wo man selbst auf einer Liste oder für eine Partei kandidiert.

Wie überall muss auch für das Ehrenamt des Wahlhelfers intensiv Nachwuchs gesucht werden. „Einige unserer langjährigen Helfer sind schon im fortgeschrittenen Alter“, betont Hans-Willi Bongartz.

Nun stellt sich die Situation in diesem Jahr etwas ungünstig dar. Denn für die Kommunalwahl und die Europawahl gelten unterschiedliche Voraussetzungen. Während zum Beispiel ein 17-Jähriger bei der Kommunalwahl durchaus als Wahlhelfer eingesetzt werden könnte, würde dies bei der Europawahl wegen des Mindestalters von 18 Jahren nicht gehen. So konnten keine Minderjährigen in die Wahlvorstände aufgenommen werden.

Als Helfer der Wahlhelfer werden sie aber trotzdem im Einsatz sein und fleißig Stimmen auszählen.

Jetzt schon die Stimme abgeben

Wer nicht bis zum 25. Mai warten möchte, kann schon jetzt im Bürgerbüro in der Stadtverwaltung am Johannismarkt seine Stimme abgeben. „Diese Möglichkeit wird von rund 1000 Wahlberechtigten genutzt“, weiß Simon Häusler, der mit Hans-Willi Bongartz zusammen die diesjährigen Mammut-Wahlen vorbereitet. Insgesamt liegt die Zahl der Briefwähler in Erkelenz bei rund 4000. Im Bürgerbüro hat man die Möglichkeit, noch bis spätestens Freitag, 23. Mai, bis 18 Uhr seine Stimme abzugeben. Die Wahlstimmen, auch die ungültigen, werden gesammelt, versiegelt und aufbewahrt – für den Fall, dass nachgezählt werden müsste.

Ein anderes Thema sind die ungültigen Stimmabgaben. „Es gibt immer Menschen, die noch eine persönliche Botschaft auf den Stimmzettel schreiben oder Kandidaten durchstreichen“, erläutert Bongartz. Ob ein Stimmzettel ungültig ist, entscheidet der Wahlvorstand. Denn das ist oft nicht eindeutig. „Die Übergänge vom Kreuzchen zum Hakenkreuzchen können durchaus fließend sein“, betont er.

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