Von Kooperation sollen alle profitieren

Von: Monika Baltes
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Unter Dach und Fach: Umringt von Realschülern der Klasse 9, haben Vertreter von Sparkasse, Stadt und Schule den Kooperationsvertrag unterzeichnet. Foto: Monika Baltes

Wegberg. Als „klassische Win-Win-Situation“, umschrieb Marie-Theres Jakobs-Bolten, Direktorin Vorstandssekretariat und Personal der Kreissparkasse Heinsberg, den Kooperationsvertrag zwischen der Sparkasse und der Edith-Stein-Realschule Wegberg.

Freude herrschte auch bei Schulleiterin Karin Viethen, dass „die Kreissparkasse auf uns zugekommen ist“. Zur offiziellen Unterzeichnung des Vertrages hatte sie auch dreizehn Schüler der Klasse 9 hinzu gebeten, „schließlich geht es ja um unsere Schüler“.

Praktiker aus den Reihen der Kreissparkasse werden – so der Inhalt des Vertrags – Schülern der Realschule künftig zeigen, wie wichtig Prozent- und Zinsrechnung im täglichen Leben sind, grundsätzliche Fragen zu Girokonto und Geldanlage klären, Bewerbungstrainings anbieten, kundenorientierte Kommunikation und Schriftverkehr vorstellen und einen Einblick in das Berufsbild des Bankkaufmanns geben.

„Das ist eine sehr willkommene Unterstützung bei der Berufswahl-Vorbereitung“, erklärte Stefanie Janschersky, die seit zwei Jahren Studien- und Berufswahl-Koordinatorin an der Schule ist. „Auch das Angebot von Praktikums-Plätzen ist vorgesehen, und am Planspiel Börse haben wir uns in der Vergangenheit schon beteiligt“, fügte sie hinzu. „Für die Sparkassenmitarbeiter ist es in der Regel ein großes Vergnügen, mit den Schülern zu arbeiten“, versicherte Jakobs-Bolten, und Schulleiterin Viethen weiß um die „neuen Impulse“, die von solcher Zusammenarbeit ausgehen.

„Wenn Nicht-Lehrer mit Schülern arbeiten, hat das eine ganz andere Wirkung.“ Thomas Pennartz, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, verwies auf die Bedeutung des Lernens fürs Leben. Die „finanzielle Bildung“ werde für die nächsten 70 Lebensjahre der Schüler von „großer Bedeutung“ sein. Rund 700 Mitarbeiter beschäftige die Kreissparkasse, viele davon seien Realschüler. Allerdings sei die Anzahl der Bewerbungen zur Ausbildung aus Realschulen bei der Kreissparkasse stark zurückgegangen. „Dabei machen wir die Erfahrung, dass die Realschüler zwar jünger sind als Abiturienten, aber nicht schlechter – weder in der praktischen Arbeit noch bei den schulischen Noten“, machte er allen Realschülern Mut, sich mit dem Berufsbild des Bankkaufmanns zu befassen.

Bürgermeister Reinhold Pillich lobte die Verbundenheit des Geldinstituts zu den Kommunen. „Wenn Kreissparkasse draufsteht, ist Erfolg drin“, stellte er fest. Die Stadt Wegberg als Schulträger schaffe die Rahmenbedingungen, für ihren guten Ruf bei den Unternehmen in der Region habe die Schule aber selbst gearbeitet.

Gleich zwei erfreuliche Anmerkungen am Rande der Vertragsunterzeichnung erfüllen den neuen Kooperationsvertrag – sozusagen vorauseilend – mit Leben: Eine anwesende Schülerin der Klasse 9 hat kürzlich einen Ausbildungsvertrag bei der Kreissparkasse unterzeichnet; und ein ehemaliger Realschüler wird als „Wissensvermittler“ in die Wegberger Realschule zurückkommen: Felix Fechner, Kundenberater in der Filialdirektion Wegberg...

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