Kreis Heinsberg - Vollversammlung des Handwerks: Plädoyer für die Gesamtregion

Vollversammlung des Handwerks: Plädoyer für die Gesamtregion

Von: disch
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„Motor des Mittelstands”: Der Präsident der Handwerkskammer, Dieter Philipp (links), und Hauptgeschäftsführer Ralf W. Barkey (rechts) zeichnen FH-Professor Johannes Gartzen aus. Foto: Petra Wolters

Kreis Heinsberg. „Mit der Städteregion Aachen haben die beteiligten Städte und Gemeinden ein Instrument geschaffen, das ihnen zu mehr Durchschlagkraft verhelfen wird.” Das sagte der Präsident der Handwerkskammer für die Region Aachen, Dieter Philipp, bei der Vollversammlung am Donnerstag im Heinsberger Kreishaus.

Zugleich betonte er aber: „Auf Dauer wettbewerbsfähig bleiben können wir alle nur als Gesamtregion.”

„Konsolidieren, entlasten, investieren”: Mit diesem Dreiklang greife die neue Koalition alte Forderungen des Handwerks auf, so der Kammerpräsident mit Blick nach Berlin. Ein Großteil der Investitionen solle vor allem in der Bildungspolitik eingesetzt werden. Philipp begrüßte bereits auf den Weg gebrachte erste spürbare Entlastungen für Unternehmer, Familien und Erben.

Sie müssten jedoch durch einschneidende Veränderungen bei den Sozialversicherungen ergänzt werden. Weitere Entlastungen könnten bei Zinsen, Pachten und Leasinggebühren im Rahmen der angekündigten Gemeindefinanzreform folgen. An die Betriebe appellierte Philipp, die Kräfte bei der Nachwuchswerbung zu bündeln, sich an der im Januar startenden Imagekampagne des Handwerks zu beteiligen und beim Technologietransfer am Ball zu bleiben.

Für sein Engagement beim Technologietransfer zwischen Hochschulen und Betrieben wurde Professor Johannes Gartzen von der Fachhochschule Aachen mit dem Ehrenzeichen der Handwerkskammer ausgezeichnet. Philipp bezeichnete den gebürtigen Eschweiler als „Motor des Mittelstands” und als „Macher aus dem Tal der Inde”.

Als besondere Leistung Gartzens wurde die Ausrichtung der Forschungsarbeit im Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik auf die speziellen Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen herausgestellt. Der Tatkraft des Experten für Lasertechnolgie sowie Trenn- und Fügetechnik sei die Schaffung hunderter neuer Arbeitsplätze zu verdanken. Er bereite Studenten und Absolventen der FH auf die Selbstständigkeit vor und begleite sie bei der Gründung neuer Unternehmen.

Große Erwartungen würden auch an das neue Projekt des Wissenschaftlers geknüpft, an den Aufbau eines Studiengangs für Handwerksmeister im Maschinenbau.
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