Erkelenz - Viele Facetten: Pflegeberuf im Fokus

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Viele Facetten: Pflegeberuf im Fokus

Von: Helmut Wichlatz
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Mit den Möglichkeiten und Karrierechancen in der Pflege kennen sich Andreas Vossen (r.), Stephan Demus (l.) und ihre Mitarbeiter vom Hermann-Josef Krankenhaus aus. Bei einem Pflegeforum mit Ausbildungsmesse in der Stadthalle wollen sie für den Pflegeberuf werben.

Erkelenz. Der Pflegeberuf rückt beim öffentlichen Pflegeforum in der Stadthalle Erkelenz in den Fokus. Am Mittwoch, 4. Juni, beginnt die Veranstaltung des Hermann-Josef-Krankenhauses um 10 Uhr mit einer Ausbildungsmesse rund um die Möglichkeiten und Karrierechancen in der Pflege.

Und Möglichkeiten bietet die Pflege eine Menge: Das Spektrum reicht vom Pflegeassistenten bis hin zum Bachelor of Nursing, für den man ein duales Studium absolviert, in dem die professionelle Pflege und das entsprechende Management in Theorie und Praxis im Mittelpunkt stehen.

Die Pflege als Beruf werde gegenwärtig noch nicht ausreichend gewürdigt, sind sich Pflegedirektor Andreas Vossen und sein Stellvertreter Stephan Demus vom Hermann-Josef-Krankenhaus sicher. Deshalb solle mit dem Forum über das Berufsbild und die verschiedenen Facetten der Pflegeberufe informiert werden.

Schüler und Fachpublikum

Neben Schülern und einem Fachpublikum soll auch die Öffentlichkeit angesprochen werden, denn auch die Möglichkeit der Einbindung von Angehörigen in die Pflege kranker Menschen ist ein Thema von wachsender Bedeutung – immerhin werde die individuelle Verweildauer im Krankenhaus bei steigender Gesamtzahl der Behandlungen pro Jahr sinken. Anders werde man die Aufgaben nicht mehr bewältigen können. Studien gehen davon aus, dass in 20 Jahren rund 120 000 Pflegekräfte fehlen. „Früher ging man bei Knochenbrüchen von bis zu sechs Wochen Liegezeit aus“, erläutert Vossen. „Heute sollen Patienten schon weitaus früher aufstehen, damit die weitere Behandlung eingeleitet werden kann.“ Die Patienten seien zur aktiven Mitarbeit aufgerufen, ihren Genesungsprozess zu unterstützen. Dafür stünde ihnen in Zukunft ein Netz von Fachleuten zur Verfügung.

„Generalisten haben bald ausgedient“, beschreiben die beiden Fachleute die Zukunft der Pflege. Dafür wachse der Bedarf an spezialisierten Fachleuten für die Wundpflege, Geriatrie oder Physiotherapie.

Auch der Übergang in die häusliche Pflege wird professionell begleitet. Die Zusammenarbeit der Disziplinen wird vom Pflegemanagement gesteuert. „Die Qualität der Pflege wird steigen“, betont Demus. Darin sehen Fachleute eine große Chance für Berufseinsteiger. Denn die Pflege mache den Schritt von der belächelten Selbstverständlichkeit hin zur modernen und professionellen Dienstleistung. So würden in Zukunft mehr Gesundheits- und Krankenpfleger benötigt, deren Arbeit durch die Professionalisierung auch besser bezahlt werde. „Die Akademisierung der Pflege schreitet voran“, betont Vossen.

Beim Pflegeforum können sich die Besucher bei Vorträgen über Themen wie den Umgang mit dementen Patienten und die Möglichkeiten der Pflege informieren. Aber auch die beruflichen Möglichkeiten von Quereinsteigern in die Pflege werden beleuchtet.

Zwischen der Messe und den Vorträgen präsentieren Schüler der Pflegeschule das Theaterstück „Und täglich grüßt das Murmeltier“, in dem Alltagserlebnisse mit dementen Patienten aus Sicht der Schüler dargestellt werden.

Um die Zukunft der Pflege dreht es sich ab 18 Uhr bei der Podiumsdiskussion mit dem Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Karl-Heinz Feldhoff, Prof Dr. Helen Kohlen, Dr. Christian Isensee (Geriatrie, Palliativmedizin), Janette Lehmler (Aktivierende Pflege) und Andreas Vossen.

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