Wassenberg - Veronika Kropidlowski zeigt Werke mit Motiven wie Roßtor und Burg

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Veronika Kropidlowski zeigt Werke mit Motiven wie Roßtor und Burg

Von: Johannes Bindels
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„Augen als die Fenster zur Seele“ ist das Hauptthema von Veronika Kropidlowski, welches sich durch alle ihre Zeichnungen zieht. Foto: Johannes Bindels

Wassenberg. Wer als Bürger das Wassenberger Rathaus aufsucht, wird sich in den nächsten Wochen auf drei Etagen möglicherweise etwas beobachtet fühlen. Dafür sorgen die Bilder der Alsdorfer Künstlerin Veronika Kropidlowski, die mit ihrer Kunstausstellung „Wassenberg im Blick“ für Abwechslung an den Wänden des Rathauses sorgt.

Auf Einladung der Stadt und bestens vorbereitet durch Gabi Jansen vom Kulturamt konnte Willibert Roggen als erster stellvertretender Bürgermeister viele Kunstinteressierte im Rathaus zur Vernissage begrüßen.

„Als ich das erste Mal in die Wohnung von Veronika Kropidlowski kam, fühlte ich mich rundum beobachtet“, begann Franz-Josef Kochs, Vorsitzender des Kunstvereins Alsdorf, seine Laudatio. Denn überall hätten Bilder gehangen, auf denen Augen von Tieren ihn angeschaut hätten.

Offener Blick

Bei der Motivwahl gehe die Künstlerin mit offenem Blick durch die Welt. Sie fotografiere Augen von Menschen und Tieren mit interessanten Spiegelungen. So fange sie die Welt mit ihren flüchtigen Augenblicken ein. Der Ausschnitt des Auges diene als Vorlage für ihre Zeichnungen.

„Dem Blick standhalten können, das konnte sie nicht immer. Denn sie sagte einmal, dass sie früher ein kleiner Wegläufer gewesen ist“, beschreibt Kochs den Weg der Künstlerin zu ihrem Hauptmotiv. Und ergänzt dann: „Der Betrachter wird sich fragen, welcher Blick ist auf den Zeichnungen zu sehen? Ist es das, was sich widerspiegelt oder das, was der Augeninhaber sieht?“

Zum Zeichenstift habe Veronika Kropidlowski einst zum Ausgleich zu den Belastungen im beruflichen Leben gegriffen. Zeichnen gelernt habe sie bei der Aachener Künstlerin Gerlinde Zantis.

„Ich zeichne mit normalen Farbstiften. Der Betrachter soll bei meinen Bildern sehen, mit welchem Werkzeug und Material ich arbeite“, erläutert die Künstlerin die großformatigen Baumzeichnungen. Es sind Zeichnungen von knorrigen Bäumen, teilweise abgestorben, aber immer mit markanten Astlöchern, die als „die Augen der Bäume“ auch so vom Volksmund benannt werden und die Seele des Baumes erahnen lasse, wie sie anmerkt.

„Augen als die Fenster zur Seele“ ist das Hauptthema, welches sich durch alle ihre Zeichnungen zieht. Neben den großformatigen Baumzeichnungen sind es vor allem die Augen von Tieren. Zu einem großen Tableau aufgehängt, sind diese Zeichnungen immer im gleichen Format dargestellt, egal wie groß das Tier in Wirklichkeit ist.

So ermöglichen die detailreichen Darstellungen einen faszinierenden Blick auf den Augapfel, die Iris und die Pupille, in denen sich sowohl Außen- wie Innenwelt widerzuspiegeln scheinen.

Dem gezeichneten Blick standhalten, sich auf die zu sehenden Inhalte einlassen, dazu bieten die Bilder dem Betrachter viele Möglichkeiten in dieser Ausstellung. In einem neuen Zyklus sind dabei auch und gerade passend und dem Ausstellungstitel „Wassenberg im Blick“ entsprechend, Motive aus Wassenberg wie das Roßtor, die Burg, St. Georg und das Rathaus in menschlichen Augen widerspiegelnd zu entdecken.

Wartezeiten und Gänge zum Rathaus dürften während des Ausstellungszeitraumes bis Ende Oktober sehr kurzweilig für die Bürgerschaft sein.

Für die Künstlerin ist es eine weitere Ausstellung von vielen in diesem Jahr, welche wohl auch wieder erfolgreich sein wird.

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