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Vereine müssen mehr für die Hallennutzung zahlen

Von: Monika Baltes
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Wegberg. Bernd Stamms, Vorsitzender des Stadtsportverbands Wegberg, ist ein klein wenig enttäuscht, weiß aber auch: „Wir haben das Minimalziel erreicht.“ Die Vereinsförderung – bereits vieldiskutiert in Ausschüssen und Rat der Stadt Wegberg – hatte auf der Tagesordnung des Ausschusses für Bildung Kultur, Soziales und Sport (BiKSS) gestanden.

Diesmal ging es um die Kostenbeteiligung der Vereine an der Hallennutzung.

Auch in der Vergangenheit haben sich die Vereine an laufenden Betriebs- und Unterhaltungskosten beteiligt – und zwar mit einem Betrag von rund 5000 Euro. Die neuen Richtlinien zur Vereinsförderung hätten ursprünglich diesen Betrag verzehnfacht. In vielen Sitzungen und Verhandlungen wurde dieser Betrag für 2014 auf etwa 12.500 Euro (25 Prozent vom Ursprungsbetrag) reduziert.

In der Ratssitzung im Februar hatte die CDU-Fraktion den Antrag gestellt, die Gebührenordnung ersatzlos zu streichen und die Verwaltung beauftragt, unter Beteiligung der Dachverbände der Vereine die Nutzung eigenverantwortlich zu regeln. Eine einvernehmliche Übereinkunft war daher das Ziel eines Gespräches Mitte März mit Vertretern von Vereinen, Stadtsportverband und Ratsfraktionen.

In zwei Eckpunkten war man sich schnell einig: Eine unentgeltliche Hallennutzung wurde seitens der Vereinsvertreter nicht erwartet, kostendeckende Beiträge seien dagegen unmöglich. Die von der Verwaltung vorgelegten Beispielrechnungen für die Unterhaltskosten von Turnhallen ergaben nämlich schwindelerregende Zahlen. Die durchschnittlichen Kosten je möglicher Nutzungsstunde belaufen sich auf 9,33 Euro.

Aufgrund verbindlicher Beschlusslage von Oktober 2013 wurde in den inzwischen beschlossenen Haushaltsplan 2014 für die Erträge aus den Hallennutzungen ein Betrag von 12.687 Euro eingeplant. Unter Einplanung dieser Bezugsgröße beziehungsweise einer sich daran anlehnenden Größenordnung von 10.000 bis 15.000 Euro entschied man sich unter drei möglichen Berechnungsmodellen für die Variante, alle Stunden und Nutzer gleich zu halten. Es soll keine Unterscheidung zwischen Jugendlichen und Erwachsenen oder der in Anspruch genommenen Nutzungszeit der Halle vor oder nach 19 Uhr geben.

Bei Zugrundelegung der jetzigen Nutzungszeiten würde der einheitliche Betrag von 0,85 Euro je Stunde einen Gesamtbeitrag der Vereine von 10.185 Euro ergeben. Die im Ausschuss vorgelegte „Benutzungs- und Entgeltordnung“ enthält als Nutzungsentgelt 0,90 Euro pro Stunde und Hallenteil und ergibt einen Gesamtbetrag für die Vereine von 10.784 Euro, also 600 Euro mehr. Der Beschlussvorschlag wurde einstimmig an den Rat zur Entscheidung verwiesen.

Nicht der Mindestbetrag

Dabei hatte sich Stamms, der als Sachkundiger Bürger dem Ausschuss angehört, während der kurzen Diskussion zu Wort gemeldet und darum gebeten, das Nutzungsentgelt je Stunde auf 0,85 Euro festzusetzen. Diese Alternative wäre laut Beschlussvorschlag denkbar gewesen und hätte sich aus der Beratung ergeben können. Stamms: „Das wäre ein schönes Zeichen an die Vereine gewesen, sich mit dem absoluten Mindestbetrag zufrieden zu geben.“

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