Verdächtiges Fleisch in den Kreis gelangt?

Von: disch
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Pferd auf Weide
Ist verdächtiges Fleisch in den Kreis Heinsberg gelangt? Nach den Angaben einer Sprecherin des Kreises sollen auf der dem Ministerium vorliegenden Liste auch drei Lieferungen an einen Lebensmittelmarkt im Kreis aufgeführt sein.

Kreis Heinsberg. Von den verdächtigen Pferdefleischlieferungen aus den Niederlanden ist viel mehr nach NRW gegangen als bislang angenommen. Das Düsseldorfer Verbraucherschutzministerium hatte dies am Dienstag mitgeteilt und unter Verweis auf konkrete Lieferlisten von insgesamt 34 betroffenen Betrieben in 19 Kreisen gesprochen. Am Mittwoch erreichte das Thema Pferdefleisch dann den Kreis Heinsberg.

Wie eine Sprecherin des Kreises auf Anfrage erklärte, seien auf der dem Ministerium vorliegenden Liste auch drei Lieferungen an einen Lebensmittelmarkt im Kreis aufgeführt. Dieser Markt soll verdächtiges Pferdefleisch aus einer Schlachtung im Dezember in drei Lieferungen erhalten haben – und zwar am 8. Januar 69 Kilogramm sowie am 14. Januar 348 Kilogramm und 53 Kilogramm.

Das Ministerium hatte den Kreis angewiesen, dass Lebensmittelkontrolleure die Situation vor Ort prüfen sollten. Dies geschah nach Angaben der Kreissprecherin am Mittwoch. Dabei habe die Lieferung aber nicht festgestellt und nicht bestätigt werden können. Genauer gesagt: Es hätten keine Lieferpapiere über die besagten Lieferungen vorgelegen. Und der Markt­leiter sei nicht anwesend gewesen.

In der Kreisverwaltung wurde der ganze Fall als „seltsam“ bezeichnet. Selbst die Möglichkeit, dass der ­Lebensmittelmarkt aus dem Kreisgebiet, zu dem keine näheren Angaben gemacht wurden, irrtümlich auf der Liste aufgetaucht sein könnte, wurde am Mittwoch nicht ausgeschlossen. Die Lieferungen seien jedenfalls nicht nachzuvollziehen.

Sollte die Lieferung allerdings wirklich in den Markt gelangt sein, sei davon auszugehen, so die Kreissprecherin, dass dieses Fleisch bereits gekauft und verzehrt worden sei. Nach Angaben eines Ministeriumssprechers gab es zunächst keine Hinweise auf Gesundheitsgefahren, dies müsse aber weiter geprüft werden.

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