Wassenberg-Birgelen - Vandalen schlagen wieder am Pützchen zu

Vandalen schlagen wieder am Pützchen zu

Von: Rainer Herwartz
Letzte Aktualisierung:
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Hein Höppener war schockiert, als er am Morgen die Kapelle aufschließen wollte. Foto: defi
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Das Bild der Verwüstung macht Frajo Beckers wütend und traurig zugleich. Foto: defi

Wassenberg-Birgelen. Es ist ein Trauerspiel und gleichsam ein Skandal. Gerade erst wurde am Sonntag mit zahlreichen Besuchern die traditionelle Marienfeier am Birgelener Pützchen gefeiert. Und schon einen Tag später hält in der kleinen Waldkapelle wieder das Entsetzen Einzug.

Am Montag gegen 6.40 Uhr in der Frühe habe Hein Höppener, der die Kapelle wie jeden Morgen für die Gläubigen aufschließen wollte, beinahe die Tränen in die Augen getrieben, sagt Frajo Beckers gegenüber unserer Zeitung. Auch der Vorsitzende des Kapellenvereins Birgelener Pützchen ist erschüttert. Schon wieder haben in der Nacht – irgendwann nach Sonntag 20 Uhr – Vandalen gewütet und einen Schaden verursacht, der nach ersten Schätzungen in die Tausende gehen wird.

Wie oft er dieses Trauerspiel nun schon erleben muss, kann Beckers gar nicht mehr sagen. Aber es sei gewiss zum x-ten Mal der Fall. An eine spontane Tat im Alkoholrausch glaubt er mittlerweile nicht mehr, denn der oder die Täter hätten seiner Vermutung nach schon ganz gezielt mit „schwerem Gerät“ wie Vorschlaghammer und Brecheisen anrücken müssen, um einen derartigen Schaden anzurichten. „Der Schließmechanismus der Tür, ein Winkeleisen, das mit schweren Dübeln befestigt war, ist herausgebrochen“, schiebt Beckers als Begründung hinterher.

Im Inneren der Kapelle wurden die Marmor-Votivtafeln ebenso beschädigt wie der Altar. Die bunten Seitenfenster hätten von außen Risse. Die Polizei summiert noch zerstörte Bilder, Holzbänke und Regale. Lediglich die Innenbleiverglasung sei unversehrt geblieben, sagt Beckers. Und zum Glück auch die neue Pieta.

Der Kapellenvereinsvorsitzende ist sicher, dass es den Tätern dabei nur um die bloße Zerstörung gehe: „Denn der Opferstock hat sie gar nicht interessiert.“

Bei der Spurensuche durch die Kriminalpolizei stellte sich später noch heraus, dass an der elften Station des Kreuzweges außerhalb der Kapelle die Bronzeplastik entwendet wurde.

Polizei und Kapellenverein sind nun fest entschlossen, dem schändlichen Treiben ein Ende zu bereiten. Eine Kamera, die auch nachts scharfe Fotos von der Kapelle machen kann, soll dabei helfen. Wer Zeuge der Vorfälle war, Angaben zu den Tätern machen kann oder Beobachtungen gemacht hat, die mit den Taten in Verbindung stehen könnten, wende sich bitte an das Kriminalkommissariat in Hückelhoven unter Telefon 02452 - 9200. 

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