Valentinstag: Heute soll's rote Rosen regnen...

Von: Laura Beemelmanns
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Es ist der Tag der Liebenden und die Händler bestehen darauf: Der Valentinstag wurde nicht aus kommerziellen Gründen erfunden. Foto: imago/Dean Pictures
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Rosen sind nach wie vor sehr beliebt. Fotos (6): lbe Foto: lbe

Heinsberg. Es ist der Tag der Verliebten. Der Tag, an dem Blumencenter, Schmuckgeschäfte, Parfümerien und Restaurants von Liebenden gestürmt werden, um das richtige Geschenk für den Partner zu finden. Der Tag, an dem sich alle ganz besonders lieb haben – zumindest in der Theorie. Denn am Donnerstag ist: Valentinstag.

Doch wo kommt der Hype um den 14. Februar eigentlich her? Ist es tatsächlich eine Erfindung der Händler oder gibt es ganz andere Gründe für diesen einen Tag, an dem im besten Fall „All you need is Love“ von den Beatles rauf und runter läuft, an dem man sich Kai Pflaume zurück auf die Couch von „Nur die Liebe zählt“ wünscht, um der Liebsten eine ganz besondere Liebeserklärung zu machen – als Kirsche auf dem Sahnehäubchen des selbstgebackenen Kuchens in Herzform. Hach, was wäre das für ein „perfekter“ Tag.

Aber wo kommt all das her? Mal abgesehen von wirren Vermutungen, Geschenken und Lovestories muss der Ursprung für all die Kreativität doch irgendwo zu finden sein. Der Valentinstag wird heute zumeist auf die Sage des Bischofs Valentin von Terni zurückgeführt, der später als Märtyrer heilig gesprochen wurde. Valentin soll am 14. Februar 269 wegen seines christlichen Glaubens hingerichtet worden sein. Er habe Verliebte trotz des Verbots durch Kaiser Claudius II. getraut. Ob diese Geschichte wirklich wahr ist, weiß heute niemand mehr so genau.

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Detlef Chudziak (48) Geschäftsführer des gleichnamigen Blumencenters besteht darauf: „Es ist keine Erfindung der Händler.“ Für viele Paare spielt das auch sicherlich keine Rolle, ob der Tag nun eine Erfindung ist oder nicht. Fakt ist: Wer den Valentinstag feiert, braucht eine Idee, ein Geschenk – einfach etwas ganz besonderes für sie oder ihn. Geschenke zu finden ist hier gar nicht so schwierig. Doch was verschenken die Heinsberger denn so?

Detlef Chudziak weiß: Auf Platz eins „ist und bleibt traditionell die rote Rose. Sie ist unschlagbar.“ Normalerweise verkaufe er unter der Woche rund 800 Rosen. Am Valentinstag sind es 1200 an einem einzigen Tag, 600 davon sind rot. Besonders beliebt sei die „Red Paris“, diese habe einen extra großen Kopf, dicht gefolgt von den rosa- und lilafarbenen. „Es ist nicht mehr nur die einzelne Rose oder ein Strauß, sondern auch bunte Sträuße und Sträuße mit Frühlingsblumen für den besonderen Duft.“ Auch helle Rosen, die mit Wachs und Zucker und einem kleinen Herzchen geschmückt werden, gehören zu den Verkaufsschlagern. „Wir bieten auch Mehrwertartikel an, beispielsweise gibt es dann noch eine gute Flasche Sekt oder ein Teddy dazu“, erklärt Chudziak. Eine einzelne Rose kostet heute maximal drei Euro, sagt er. In Zeiten, in denen die Blumen vermehrt gekauft werden, aber weder schneller wachsen noch größere Felder vorhanden sind, seien die Kosten dementsprechend höher. In jedem Fall beschafft Chudziak die Blumen aus der Region für die Region oder, wenn das nicht möglich sei, achte er auf fairen Handel. Die Rose, die am Valentinstag den Laden verlässt, solle mindestens sieben Tage halten. Chudziak sagt, dass es sogar – bei richtiger Pflege – drei Wochen sein können.

Länger haltbar ist da vielleicht ein Parfüm oder gar ein Schmuckstück. Besonders beliebt seien Ringe, Ketten und Armbänder, sagt Peter Lorenz (68), Inhaber der gleichnamigen Firma Optik Uhren Schmuck Lorenz. Und erstaunlicherweise kaufen zudem vermehrt Frauen bei ihm Geschenke zum Valentinstag – diese liegen zwischen 20 und 100 Euro. Aber auch ein Restaurantbesuch mit einem köstlichen Menü ist gerne gesehen. Dirk Randerath (50), Geschäftsführer des Restaurants Tante Lucie im Wassenberger Wald, weiß worauf es am Valentinstag ankommt. Die Tische werden mit roten Glasherzen, Rosenblättern und ähnlichem Dekor geschmückt. Außerdem werde jeder Dame eine Rose überreicht, sagt er, das Menü stehe unter dem Motto „Adam + Eva“. Ob das Angebot diesmal gut ankommen wird, kann Randerath noch nicht abschätzen. „Im letzten Jahr waren wir nahezu ausgebucht, zu zwei Dritteln vorreserviert und ein Drittel kam spontan. In diesem Jahr ist die Reservierungslage für uns nicht so günstig. Ich denke, das liegt am Karneval“, vermutet er.

Ob der Valentinstag nun gefeiert wird oder nicht: Heute darf und soll es vielleicht auch für alle Verliebten rote Rosen regnen.

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