Wassenberg-Birgelen - „Unser Dorf hat Zukunft“: Wettbewerbstour startet in Birgelen

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„Unser Dorf hat Zukunft“: Wettbewerbstour startet in Birgelen

Von: Anna Petra Thomas
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Susanne Marx (rechts) empfing die Bewertungskommission unter der Leitung von Brigitte Mols (3. v.r.) in ihrem bereits ausgezeichneten Garten an der Rosenthaler Straße. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg-Birgelen. Der Marktplatz in Birgelen war am Montagmorgen der Ausgangspunkt für die neue, sechstägige Tour der Bewertungskommission im regionalen Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Zum dritten Mal steht diese unter der Leitung von Diplom-Ingenieurin Brigitte Mols.

Teilnehmerdorf Birgelen, angeführt von Ortsvorsteher Karl-Heinz Dohmen, präsentierte sich zunächst anhand einer Bildervorführung auf großer Leinwand in der Mehrzweckhalle an der Grundschule, die Gregor Sanders mit Unterstützung von Thorsten Breda zusammengestellt hatte und auch kommentierte. Zunächst konnte das Dorf mit seinen Sehenswürdigkeiten punkten, zu denen als bekannteste natürlich das Birgelener Pützchen gehört.

Was die Nahversorgung betrifft, zeigte sich Birgelen gut ausgestattet, von der eigenen Bankfiliale bis zum Schuhgeschäft hat der Ort vieles zu bieten. Deutlich vor Augen geführt wurde der Jury dann auch das ausgeprägte Vereinsleben in Birgelen, das 2010 durch einen eigenen Kapellenverein und 2013 durch die Gründung der Radsportfreunde noch weitere Bereicherung erfahren hat.

Erstaunt waren die Kommissionsmitglieder über die mit dem Vereinsleben vernetzten Aktivitäten in der inklusiv arbeitenden Schule, in der der Musikverein zum Beispiel eine Bläserklasse unterhält und die Freiwillige Feuerwehr eine Feuerwehr-AG anbietet. Diese Information stieß bei den Mitgliedern der Kommission auf großes Interesse und wurde auch hinterfragt.

Interessiert zeigten sie sich auch an der Einbindung des Ortes in den Premiumwanderweg Birgeler Urwald und in die Aktivitäten der Dorfverschönerung, zu der sich jetzt eine eigene Aktionsgemeinschaft gebildet hat. Erste Aktivitäten waren die Erneuerung des Wegekreuzes am Pützchensweg, eine Pflanzaktion zusammen mit dem Kapellenverein am Pützchen und eine Narzissenpflanzung am Straßenrand. Ganz aktuell wurden am Aussichtspunkt „Am Danneberg“ Rodungsarbeiten vorgenommen, die jetzt wieder einen freien Blick auf den Heinsberger Selfkantdom ermöglichen.

Eine Frage der Jury betraf die Form der Würdigung des Ehrenamts, die Bürgermeister Manfred Winkens beantwortete. In Wassenberg gebe es die Ehrenamtskarte erklärte er, für verdiente Mitbürger zudem die Ehrenbürger-Würde. Wie es mit Neubaumöglichkeiten, aber auch mit Leerständen im Ort aussehe, wollten die Kommissionsmitglieder ebenfalls wissen, ehe sie sich mit Referenten und interessierten Bürgern aufmachten in den Garten von Susanne Marx an der Rosenthaler Straße.

Dieser war im Rahmen des Wettbewerbs „Entente Florale“ von der Stadt zum schönsten Garten Wassenbergs gekürt worden. Hier erfuhren die Besucher, wie sich aus einem ehemaligen Swimmingpool ein schöner Sitzplatz gestalten lässt oder sahen seltene Bäume wie etwa den Judasbaum.

Den Abschluss bildete ein kurzer Besuch am Birgelener Pützchen, bevor die Bewertungskommission am Montag noch weiterfuhr in die Orte Kirchhoven, Lieck und Horst.

In der Kommission, die bisher parteipolitisch besetzt gewesen sei, finde man in diesem Jahr entsprechend der sechs Bewertungsbereiche ausgewiesene Fachleute in der Jury, erklärte Mols.

Neben ehemaligen Mitarbeitern von Kommunalverwaltungen sowie aktiven Mitarbeitern von Kreisverwaltung und Wirtschaftsförderungsgesellschaft seien mit Bernhard Schölzel auch ein Landschaftspfleger der Bezirksregierung und für die Thematik „Dorf in der Landschaft“ Dr. Christian Hoffmann von der Landwirtschaftskammer Rheinland mit im Boot.

Sechs Bewertungsbereiche muss das Team beurteilen: 1. Konzeption und deren Umsetzung, 2. Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen, 3. Soziales und kulturelles Leben, 4. Baugestaltung und Entwicklung, 5. Grüngestaltung und Entwicklung, 6. Dorf in der Landschaft.

Die neue Konzeption der Bewertung soll auch für die beteiligten Orte Vorteile haben. „Sie soll dafür sorgen, dass wir die Teilnehmer für ihre Zukunft noch besser beraten können“, so Mols.

Zudem gebe es jetzt zu den jeweiligen Bereichen einheitliche Bewertungsbögen, die zusätzlich zu der Vergabe der Preise in Gold, Silber und Bronze auch ein genaues Punktergebnis für jeden Teilnehmer möglich machen würden.

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