„Unser Dorf hat Zukunft“: Sieger stehen fest

Von: disch
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Heinsberg Horst
Heinsberg-Horst hat beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" Gold gewonnen.
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Auch Wegberg-Beeck wurde mit Gold bedacht. Foto: Monika Baltes

Kreis Heinsberg. Die Entscheidung im Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ist gefallen: Am Freitagabend wurden bei der Siegerehrung im Heinsberger Kreishaus die beiden Orte Heinsberg-Horst und Wegberg-Beeck mit Gold ausgezeichnet. Sie dürfen nun am Landeswettbewerb 2015 teilnehmen.

„Wir alle werden ihnen die Daumen drücken“, sagte Landrat Stephan Pusch, der den beiden Golddörfern gratulierte, aber auch den 16 Silber- und zwölf Bronze-Preisträgern. Alle 30 Orte, mit mitgemacht hatten, wurden mit einer Auszeichnung bedacht. Musikalisch wurde die Feierstunde vom Querflötenensemble der Kreismusikschule Heinsberg begleitet. Und für einen besonderen Akzent sorgte ein eindrucksvoller Filmbeitrag aus dem Golddorf Horst, das dafür mit einem Drohnenflug erkundet worden war.

Der Wettbewerb habe unbestreitbar einen Nutzwert und biete den teilnehmenden Dörfern Entwicklungschancen, erklärte der Landrat. „Allein schon durch die Teilnahme haben die Dorfbewohner erfahren, wie sowohl die Verantwortung des Einzelnen als auch das Zusammengehörigkeitsgefühl in der dörflichen Gemeinschaft gestärkt wurden.“ Der Wettbewerb habe längst nicht mehr nur mit dem „schönen Aussehen“ eines Dorfes allein zu tun, so Pusch weiter.

„Es geht vielmehr um eine zukunftsorientierte Dorfentwicklung. Kräfte und Ideen der Bürger, der lokalen Unternehmen, der Vereine, der Initiativen und der Gemeindeverantwortlichen wurden zu neuen und gemeinsamen Zielen gebündelt, wodurch die Attraktivität und der Wohn- und Erholungswert in den Dörfern gesteigert werden konnte.“

Es sei heutzutage – nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels – ein sehr wichtiger Faktor, die Qualität als Wohnstandorte für junge Familien sowie die Angebote für ältere Bewohner zu verbessern. Im Übrigen sei es in der Regel auch so, dass die „Siegerdörfer“ ihren Bekanntheitsgrad steigern und mit dem Titel in der Region und darüber hinaus werben könnten.

Der Wettbewerb sollte nach Ansicht des Landrates auch in Zukunft für alle Beteiligten Anreiz sein, die Zukunft der Dörfer verantwortlich mitzugestalten und damit auch – im Sinne einer lokalen Agenda – einen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raumes zu leisten. „Der ländliche Raum ist – auch wenn der Trend momentan stärker in Richtung Stadt deutet – nach wie vor ein bedeutender Standort für das Arbeiten und Wohnen“, so Pusch. In Nordrhein-Westfalen gelte dies besonders.

Darüber hinaus werde die Ausgleichsfunktion des ländlichen Raumes für Natur und Umwelt sowie für Erholung und Freizeit zunehmend wichtiger, sagte Pusch. In Zukunft würden insbesondere die Auswirkungen des demografischen Wandels eine zusätzliche Herausforderung für die Dörfer im ländlichen Raum darstellen.

Abnehmende Bevölkerungszahlen bei gleichzeitiger Verringerung des Anteils von jungen Menschen und Vergrößerung des Anteils älterer Menschen würden die Kommunalpolitik vor besondere Aufgaben stellen. Dann stelle sich die Frage: „Hat unser Dorf Zukunft?“ Wie gut sei es dann, wenn man auf zahlreiche Aktivitäten und auch die Wettbewerbsteilnahme verweisen und auf diese Frage antworten könne: „Ja, unser Dorf hat Zukunft!“

Dieser Wettbewerb trage dazu bei, den Lebensraum „Dorf“ bewusst zu gestalten, zu pflegen und für die Zukunft nachhaltig zu entwickeln. Er stelle beispielhaft Leistungen und Lösungsansätze heraus und rege Orte zu weiteren eigenen Aktivitäten an. Dabei komme es maßgebend und in erster Linie auf die Bewohner selbst an, freute sich Pusch über den deutlich hervorgehobenen Gedanken des Gemeinschaftsgefühls sowie viele erfreuliche Beispiele großen bürgerschaftlichen Engagements.

Der Landrat ermutigte schon jetzt alle Ortschaften dazu, mit den Vorbereitungen für den nächsten Kreiswettbewerb im Jahr 2017 zu beginnen: „Vor allem aber würde ich mich freuen, wenn wir in Zukunft wieder steigende Teilnehmerzahlen verzeichnen könnten.“

Pusch dankte der diesmal ausschließlich mit Fachleuten besetzten Bewertungskommission. An deren Spitze stand als Vorsitzende wieder Brigitte Mols, deren langjähriges, nun aber zu Ende gehendes Engagement in diesem Bereich vom Landrat besonders gewürdigt wurde.

Pusch dankte aber auch allen Akteuren in den Dörfern, „die sich Jahr für Jahr dort ehrenamtlich engagieren“.

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