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Uli Buckmann stellt eigene Werke und Bilder seines Vaters aus

Von: Johannes Bindels
Letzte Aktualisierung:
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Uli Buckmann zeigt bei der Vernissage der Ausstellung „In der Tradition der Wassenberger Sonntagsmaler“ in der Galerie im Rathaus bein Buch Hermann Löns, in dem fünf Werke seines Vaters Hermann Buckmann kartiert sind. Foto: Bindels

Wassenberg. „Das Rathaus ist ein guter Raum für Ausstellungen“, betonte Bürgermeister Manfred Winkens bei seinem Willkommensgruß bei der Vernissage zur Ausstellung von dem ehemaligen Wassenberger Bürgermeisters Hermann Buckmann und seinem Sohn Uli mit dem Titel: „In der Tradition der Wassenberger Sonntagsmaler“.

Das Rathaus sei der Begegnungsort von Menschen, die ihren Erledigungen nachgingen – und auch ein Ort der Kunst.

„Auch für mich ist diese Vernissage eine der besonderen Art“, führte Uli Buckmann als Sohn und beteiligter Künstler in die Informationen zur Ausstellung ein. Sie habe eine besondere emotionale Seite, weil er die Bilder seines Vaters und seine eigenen 60 Jahre nach dem Tod seines 1954 verstorbenen Vaters in dieser gemeinsamen Ausstellung präsentieren dürfe.

Sein Vater sei künstlerisch Autodidakt gewesen und habe ab 1938 mit der Malerei begonnen. Er siedelte mit seiner Familie 1932 nach Wassenberg um, war Direktor der Seidenweberei Frowein und von 1952-1954 Bürgermeister in Wassenberg.

Sonntagsmaler

„Mein Vater war Sonntagsmaler, und das ist etwas Positives, weil es im eigentlichen Sinne nichts anderes bedeutet, als sich in autodidaktischer Weise und in der Freizeit der Malerei zu widmen“, erläuterte Uli Buckmann den Werdegang seines Vaters.

Er selbst habe ebenfalls autodidaktisch angefangen. Daraus sei der Gedanke an eine Ausstellung mit Bildern des Vaters erwachsen. Auf der Spurensuche über den Verbleib der Bilder sei es bis jetzt gelungen, 31 Bilder zu erfassen. 25 sind in der Ausstellung zu sehen – einige aus Familienbesitz. Aber auch in dem Buch von Hermann Löns „Was da kreucht und fleugt“ sind fünf Werke von Hermann Buckmann kartiert. Andere Werke stammen aus Leihgaben von Freundesfamilien, etwa von der Fleischerei-Familie Bruno Zahren. „Ein Bild mit dem Titel ‚Wassenberger Heidelandschaft‘ stammt von 1945. Der damalige Preis für das Bild war wohl ein Stück Speck“, vermutete Sohn Uli.

Nicht nur die Bilder des Vaters mit Titeln wie „Auf den Höhen der Myhler Schweiz“ oder „Wassenberger Stadtansicht“, sind Ausdruck der Heimatverbundenheit der Familie.

Neue Projektidee

Seine Schwester Hannelore sei mit Betty Reis gemeinsam zur Schule gegangen und der Schwager Hubert Jütten habe 1946 schon fotorealistisch mit Bleistift gezeichnet, wie im Rahmen der Suche nach dem künstlerischen Erbe seines Vaters zu Tage getreten sei.

„Das lässt mich zu meinem neuesten Projekt kommen, einer gemeinsamen Ausstellung der Wassenberger Künstler Jütten-Buckmann“ informierte Buckmann, verbunden mit dem Wunsch, dass sich die Mitmenschen bei ihm melden mögen, die im Besitz von weiteren Bildern seines Vaters oder von Hubert Jütten seien. Ein Aufruf, den Bürgermeister Winkens gerne unterstütze, wie er anfügte.

Die Bilder des Hermann Buckmann sind oft kleinformatig und in Öl gemalt, die seines Sohnes großformatig und in Acryl oder Mischtechnik. Die Motive des Vaters sind die Landschaften rund um Wassenberg oder auch die der Bergwelt der Schweiz. Die Motive des Sohnes zeigen die Kölner Brücken, abstrahierend und auf das Wesen der Architektur reduziert.

In einem weiteren Schwerpunkt zeigt er Farbfeldmalerei auf Basis mathematischer Modelle.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.

Informationen zur Spurensuche an Uli Buckmann unter: www.ulrich-buckmann.de, per Mail an ulrich.buckmann@t-online.de oder unter Telefon 02204/62344.

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