Über 70 Prozent der Absolventen finden eine Lehrstelle

Von: Rainer Herwartz
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Im Beisein von Johannes Blank und Hildegard Richert überreicht Heinz-Josef Schrammen die Genehmigungsurkunde an Karin Leuffen-Obermann. Foto: Herwartz

Waldfeucht-Haaren. Im Grunde, so Johannes Blank, Leiter der Schulverwaltung in Waldfeucht, sei die Sekundarschule nur eine konsequente Weiterentwicklung der Verbundschule. „Da 2011 eine Änderung des Schulgesetzes erfolgte, wonach die Verbundschule spätestens ab dem Jahr 2020 als Sekundarschule fortzuführen ist, gab es hier keine große politische Diskussion.“

Anders als im benachbarten Heinsberg, wo als mögliche Alternative der Gedanke an eine Gesamtschule im Raum stand. Alle diesbezüglichen Beschlüsse seien im Schul- und Kulturausschuss sowie im Rat daher auch einstimmig gefasst worden, sagt Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen. Selbiger überreichte jetzt der Leiterin der Verbundschule, Karin Leuffen-Obermann, die offizielle Genehmigung der Bezirksregierung zur Einführung der Sekundarschule.

„Über das gesetzliche Erfordernis in Sachen Oberstufe hinaus haben wir gleich mit drei Schulen kooperiert, neben dem Kreisgymnasium noch mit dem Berufskolleg Wirtschaft und dem Berufskolleg Ernährung, Soziales und Technik in Geilenkirchen“, erklärt Blank, der nicht ohne Stolz daran erinnert, dass die vor vier Jahren ins Leben gerufene Verbundschule damals erst die zweite im gesamten Regierungsbezirk Köln gewesen sei.

420 Schülerinnen und Schüler drücken derzeit in Waldfeucht die Schulbank. Und sollten die 60 notwendigen Anmeldungen für den dreizügigen Start in das Sekundarschulzeitalter – wider erwarten – zwischen dem 4. Februar und 14. März nicht zusammenkommen, blieben eben der Hauptschul- und der Realschulzweig wie bisher erhalten.

Leuffen-Obermann, die erst seit August letzten Jahres die Fäden an der Verbundschule in der Hand hält, hat sich allerdings „auf die Stelle beworben, weil ich wusste, dass es eine Sekundarschule wird“. Es sei gut, dass die Kinder so die Chance erhielten, länger gemeinsam zu lernen, damit die Schullaufbahn nicht zu früh festgelegt werde. „Wir bieten nicht nur Lernraum, sondern auch Lebensraum.“

„Die Sekundarschule vereinigt die positiven Eigenschaften von Hauptschule und Realschule“, stimmt ihr Konrektorin Hildegard Richert zu, „nämlich die Leistungsdifferenzierung, die bei der Hauptschule zum Tragen kommt, und die Neigungsdifferenzierung, wie sie in der Realschule stattfindet.“

Der gute Ruf der Verbundschule, die 50 Prozent ihre Schüler aus dem Heinsberger Stadtgebiet anziehe, begründe sich unter anderem dadurch, dass in der Vergangenheit stets über 70 Prozent aller Absolventen einen Ausbildungsplatz gefunden hätten. Dieses Ziel werde natürlich auch für die Zukunft nicht aus den Augen verloren, erklärt die Schulleitung selbstbewusst.

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