Erkelenz-Granterath - Trecker-Treff: Eine Leidenschaft, die niemals endet

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Trecker-Treff: Eine Leidenschaft, die niemals endet

Von: hewi
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Wieder einmal versammelten sich beim Trecker-Treff in Granterath zahlreiche Trecker-Freunde. Karl Mohnes (im Bild rechts) erklärte den Besuchern die jeweiligen Fahrzeuge. Foto: Passage

Erkelenz-Granterath. Mit dem Treckertreff begleiten die Granterather seit Jahren ihr Maibaumaufsetzen. Auch diesmal hatten die Organisatoren um Karl Mones wieder eingeladen, und die Treckerbesitzer kamen aus der gesamten Region, um sich auszutauschen und an der großen Rundfahrt teilzunehmen.

Im vorigen Jahr waren rund 160 altertümliche Traktoren gezählt worden. Eine Zahl, die man auch in diesem Jahr knacken wollte. Doch eine ganz andere Zahl war Mones wichtiger: Würde man in diesem Jahr die „Schallgrenze 45.000“ knacken? Gemeint sind Euro, die durch die Treffen und die Tombola zusammenkommen sollen. Gespendet wird seit Jahren für die Kinderkrebsstation des Klinikums in Aachen. „Im letzten Jahr haben wir 7500 Euro zusammenbekommen“, erläuterte er. Dies sei eine gute Basis, um in diesem Jahr die 50.000 Euro zu knacken.

Ersatzteile aus Deutschland

Zur Spendenübergabe war Prof. Dr. Rolf Mertens, der Leiter der Kinderkrebsstation, nach Granterath gekommen. Wenn man mit den Eigentümern der Trecker spricht, lernt man zuerst, dass der Trecker nicht Trecker heißt, sondern Schlepper. Und dass die meisten der Schlepperbesitzer sich nie und nimmer von ihrem alten Schätzchen trennen würden. Auch aus den Niederlanden waren Gäste da. Jan Sejkens war aus Reuwer und Hubert Donnars aus Swalmen gekommen. In den Niederlanden erleben alte Trecker noch nicht einen solchen Boom wie in Deutschland, erläuterte Sejkens, der die rund 50 Kilometer bis Granterath mit seinem Fendt absolviert hatte. „Das dauert zwar seine Zeit, macht aber viel Spaß“, erklärte er.

Auch die begehrten Ersatzteile für seinen Oldtimer finde er eher in Deutschland als nebenan in den Niederlanden. In Käthe Stumm aus Brachelen hatten sie eine gute Gesprächspartnerin gefunden. „Ich bin schon als Kind Trecker gefahren“, berichtete sie. Seitdem gehört ihr Herz neben der Familie vor allem den Schleppern der Marke Deutz. Ein Hobby, das sie mit Gatten, Tochter und Schwiegersohn gleichermaßen teilt. Von ihrem Deutz mit Baujahr 1952 hat sie noch die Originalrechnung. 6852 Mark kostete er damals, eine Riesensumme, die sich nicht jeder leisten konnte. „Der Klang der Einzylinder ist schon besonders“, schwärmte sie.

Das glaubt auch Rainer Beumers aus Birgden. Er hat im Laufe der Jahre die komplette Deutz-Modellreihe gekauft, repariert und restauriert. Wenn er keine Ersatzteile findet, baut er sich selbst welche.

40 Jahre Dorfgemeinschaft

Da ist es eigentlich klar, dass er keines seiner liebevoll restaurierten Schätzchen verkaufen würde. Nach Granterath gekommen war er mit einem Deutz-Lastwagen aus dem Jahr 1957. Das Fahrzeug hatte schon satte 500.000 Kilometer auf dem Tacho, als er es kaufte. Sehen kann man davon heute nichts mehr, wenn man vor dem frischlackierten Lkw steht.

Beim gemeinsamen Frühstück in der Mehrzweckhalle fand Mones aber auch durchaus kritische Worte in Richtung Politik und Verwaltung. „Das Ehrenamt wird gelobt und hochgehalten“, erklärte er. „Andererseits werden den Aktiven aber Knüppel in Form von Verordnungen in den Weg gelegt, die es bald unmöglich machen, sich noch ehrenamtlich zu engagieren.“ Bei der rund einstündigen Rundfahrt am 1. Mai gab es auch für die Bewohner der Orte, die durchquert wurden, eine Menge zu sehen, als sich Mones an der Spitze des Convois von 120 Schleppern mit dem Mediziner Rolf Mertens aus Aachen in Bewegung setzte. Ob die Schallgrenze von 45.000 Euro Gesamtspendensumme geknackt wurde, könne er erst sagen, wenn abgerechnet wurde, erklärte Mones auf Nachfrage.

Ganz sicher sagen kann er jedoch, dass er noch bis mindestens 2017 als Vorsitzender der Dorfgemeinschaft weitermachen wird. Dann habe er ein Doppeljubiläum. „Dann feiern wir 40 Jahre Dorfgemeinschaft und ich 60 Jahre im Turnverein“, erklärte er. Mit Mertens habe er vereinbart, dass beide noch mindestens bis 2017 weitermachen. Und wer Karl Mones kennt, weiß, dass er „Ruhestand“ sicher anders interpretiert als manch anderer.

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