Waldfeucht - Tourismussaison eröffnet, aber Frühlingsgefühle fehlen

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Tourismussaison eröffnet, aber Frühlingsgefühle fehlen

Von: Nicola Gottfroh
Letzte Aktualisierung:
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Vom Frühling keine Spur: Zur Eröffnung der Freizeit-Saison des Zweckverbands „Der Selfkant“ schwangen sich bei winterlichen Temperaturen nur Hartgesottene auf ihre Räder. Fotos (2): Severins Foto: Severins

Waldfeucht. Frühlingsgefühle mochten bei den wenigen Besuchern, die sich gestern zur Eröffnung der Freizeit-Saison des Zweckverbandes „Der Selfkant“ auf dem Waldfeuchter Marktplatz eingefunden hatten, kaum aufkommen. Statt bei warmem Wetter die Frühlingssonne zu genießen, kämpften sie dick eingepackt in warme Wintermäntel, Handschuhe und Mützen gegen den schneidenden Wind und die für die Jahreszeit untypische Kälte an.

Die Enttäuschung über die erneute Wetterkapriole zur Saisoneröffnung (im vergangenen Jahr regnete es in Strömen) war Waldfeuchts Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen ins Gesicht geschrieben, als er die Bühne betrat und in die wenigen Augenpaare auf dem Marktplatz blickte.

Schlimmer geht immer

Viel mehr Besucher hatten sich der Waldfeuchter Bürgermeister und seine Amtskollegen Herbert Corsten (Selfkant) und Bernhard Tholen (Gangelt) bei den Planungen zur Veranstaltung gewünscht – schließlich arbeiten die drei Gemeinden Selfkant, Gangelt und Waldfeucht aktiv daran, den Tourismus in der Region attraktiver zu machen. „Wenn uns dann bei lange geplanten Frühlingsveranstaltungen der Winter einen Strich durch die Rechnung macht, ist das ärgerlich“, sagte Schrammen.

Dennoch versuchte er, gute Laune zu verbreiten. „Es hätte schlimmer kommen können. Ich hatte schon befürchtet, wir müssten die Eröffnung der Tourismus-Saison im Schnee feiern.“ Und Schnee wäre für die Veranstaltung noch fataler gewesen.

Denn der Zweckverband hatte neben dem musikalischen Bühnenprogramm am Waldfeuchter Markt, einer Führung durch den Ortskern mit anschließender Besichtigung der Gerhard-Tholen-Stube und Planwagenfahrten als Höhepunkt auch zwei schöne Radtouren ausgearbeitet. Die wären bei Schnee buchstäblich ins Wasser gefallen wären. So konnte das Highlight des Tages trotz des Winterwetters stattfinden.

Wenige Hartgesottene

Doch die meisten Besucher hatten ihr Fahrrad jedoch gleich in der Garage gelassen – nur wenige hartgesottene Sportfreunde schwangen sich auf die Drahtesel und versuchten, sich warm zu radeln. Eine wahre Herausforderung, wie die zehn Radler am Ende der Tour feststellen mussten.

Während die Radler unterwegs waren wurde auf dem Marktplatz weiterfeiert: statt zum kühlen Radler griffen die Gäste kurzerhand nach Glühwein. In der Nähe der Heizpilze bildeten sich Gruppen, die eng zusammenrückten und zu der Musik der Abiband des St. Ursula Gymnasiums, der Percussionsgruppe „Flying Hands“ oder der Band „Hat Wat“ tanzten.

Die Musiker auf der Bühne heizten dem Publikum ordentlich ein, das lockte zur Freude der Bürgermeister und Zweckverbands-Geschäftsführerin Dorothee Fernholz bis zum Nachmittag immer mehr Besucher auf den Marktplatz. Vor allem den fünf Bandmitgliedern der Süsterseeler Stimmungsband HatWat gelang es problemlos, den ganzen Markt zum Schunkeln zu bringen.

Kein Wunder also, dass HatWat in diesem Jahr vom Zweckverbandes als „Botschafter der Region“ ausgezeichnet wurde. Und sicher werden die Botschafter in den kommenden zwölf Monaten noch viel Lust auf die Region machen. „Und unsere Region hat viel zu bieten“, betont Schrammen. Ob Radtour oder Mühlenfest, eine Fahrt mit der Selfkantbahn oder eine Wanderung durch die Teverener Heide – die Freizeitangeboten in den drei Gemeinden sind vielfältig. Und das vor allem, wenn die Sonne scheint. „Sicher kommt schon bald der Frühling“, zeigt sich Schrammen optimistisch. Es bleibt zu hoffen, denn mit ihm kommt auch die Vielzahl an Ausflüglern in die Region.

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