Toter in Heinsberg: 37-Jähriger unter Mordverdacht

Von: her/g.s./disch
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Das Gelände des städtischen Wohnheims in der Odastraße in Heinsberg wird abgesperrt. Im Gebäude war am Dienstagabend die Leiche eines 50-jährigen Mannes gefunden worden. Die Polizei geht von einem Verbrechen aus. Foto: Georg Schmitz

Heinsberg. Das Tötungsdelikt, das sich am Dienstag, gegen 18 Uhr, in einem Übergangswohnheim an der Odastraße ereignete, könnte unmittelbar vor seiner Aufklärung stehen. Wie der Aachener Oberstaatsanwalt Robert Deller auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, wurde schon am Tatabend vor Ort ein 37-jähriger Mann aus Heinsberg festgenommen, der dringend tatverdächtig ist.

Bei dem Opfer handelt es sich laut Deller um einen 50-jährigen britischen Staatsangehörigen. Dem Vernehmen nach ein Schotte, der seit rund zehn Jahren in dem Übergangsheim in der Odastraße wohnen soll. Der Mann wurde tot in seinem Einzimmer-Apartement im ersten Obergeschoss aufgefunden.

Die Nachbarn beschreiben ihn als umgänglichen und freundlichen allein stehenden Mann, der eigentlich keiner Fliege etwas habe tun können. Allerdings soll er häufiger alkoholisiert gewesen sein. Der 50-Jährige war einer von zwei etwa gleichaltrigen Männern, die in dem Haus wohnen. Ansonsten leben dort noch acht jüngere Frauen und Männer größtenteils russischer Abstammung. Alle teilen sich eine Etagentoilette und eine Dusche.

Sämtliche Hausbewohner sind noch am Dienstagabend zur Polizeiwache nach Heinsberg zur Vernehmung gebracht worden. Sie durften in der Nacht gegen 1 Uhr unter Polizeiaufsicht noch einmal kurz in ihre Wohnungen zurück, um die nötigsten Bekleidungsstücke für eine anderweitige Übernachtung zu holen. Der 37-jährige Tatverdächtige gehöre allerdings nicht zu den Bewohnern des Hauses an der Odastraße und stehe auch in keinem familiären Verhältnis zum Opfer, so Deller.

Das Polizeipräsidium Aachen bildete noch am Abend eine Mordkommission. Die Frauen und Männer der Spurensicherung aus Aachen trafen kurz vor 21 Uhr am Tatort ein. Eine Gerichtsmedizinerin aus Köln sowie Staatsanwältin Claudia Schetter aus Aachen waren ebenfalls vor Ort. Um 1.55 Uhr am Mittwochmorgen wurde die Leiche des 50-Jährigen von einem Bestattungsunternehmen abtransportiert und zur Gerichtsmedizin nach Köln gebracht, wo sie gegen 11 Uhr obduziert wurde. Demnach führten mehrere Stichverletzungen im Oberkörperbereich den Tod des 50-Jährigen herbei.

Der Beschuldigte wurde Mittwochnachmittag dem zuständigen Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Aachen mit dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf Erlass eines Haftbefehls wegen Mordes vorgeführt.

„Die Vernehmung gestaltet sich nicht so ganz einfach”, erklärte Deller, ohne den Grund näher zu erläutern. Die Ermittlungen dauerten noch an./
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