Kreis Heinsberg - Telenotarzt bald im Raum Gangelt-Selfkant

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Telenotarzt bald im Raum Gangelt-Selfkant

Von: disch
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In Aachen ist der Telenotarzt bereits seit einigen Jahren im Einsatz. Im kommenden Frühjahr wird dies auch im Raum Gangelt-Selfkant der Fall sein. Foto: Ralf Roeger

Kreis Heinsberg. In der Stadt Aachen gehört der Telenotarzt schon seit einigen Jahren zum Regelrettungsdienst. Bald hält er auch im Kreis Heinsberg Einzug, zunächst über die in Gangelt und Selfkant stationierten Rettungswagen. Dies war im Ausschuss für Gesundheit und Soziales zu erfahren.

Von einem „Tauziehen“ mit den Krankenkassen war in diesem Gremium im Juni berichtet worden: Im Rahmen der Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplanes war damals in der Frage einer zusätzlichen Notarzt-Versorgung noch keine Einigung erzielt worden, wie Rettungsdienst-Geschäftsführer Ralf Rademacher berichtet hatte. Da der Gesetzgeber keine gesonderte Hilfsfrist für das Eintreffen eines Notarztes festgelegt habe, werde seitens der Krankenkassen kein Bedarf gesehen, obwohl die im Rettungsdienstbedarfsplan des Kreises festgelegte Notarzt-Hilfsfrist (binnen zwölf Minuten in 90 Prozent der Fälle) im Südkreis nicht erreicht werde; der Wert liege im Raum Heinsberg / Geilenkirchen bei 87 Prozent „mit fallender Tendenz“, hieß es damals. ­Rademacher erinnerte auch daran, dass der Plan mit den Vorgaben seinerzeit im Einvernehmen mit den Krankenkassen aufgestellt worden sei.

Inzwischen, so erfuhren die Ausschussmitglieder jetzt, haben die Verbände der Krankenkassen nach weiteren Gesprächen, in die auch die Bezirksregierung Köln eingebunden war, der Einführung eines Telenotarzt-Systems für die Rettungswagen Gangelt und Selfkant zugestimmt.

Die Einführung soll im ersten Quartal des kommenden Jahres, voraussichtlich Anfang März, realisiert werden.

Mit dem Telenotarzt, der von der Zentrale in Aachen aus die meist zuerst an Einsatzorten eintreffenden Rettungswagen-Besatzungen unterstützen kann, soll die schnelle Versorgung gewährleistet werden: über mobile Kommunikation samt Echtzeitübertragung von Vitaldaten, Fotos und Videos.

Viele Mitglieder des Ausschusses, der unter dem Vorsitz von Dr. Hanno Kehren (CDU) tagte, zeigten sich nach einem Vortrag von Bernd Valentin, Geschäftsführer der Aachener P3 Telehealthcare GmbH, angetan. Und es wurde der Wunsch laut, doch möglichst jeden Rettungswagen im Kreis mit dem Telenotarzt-­System auszustatten. Rettungsdienst-Geschäftsführer Ralf Rademacher sprach von einem „Kompromiss“, der erreicht worden sei – und mit dem der Kreis zumindest „einen Fuß in der Tür“ habe.

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