Taube schärft Blick auf die Menschenrechte

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Die Schüler der Europaschule in Erkelenz starteten selbst eine „Tauben-Aktion“: Sie bestelten zusammen mit ihrer Lehrerin Janine Geuer eigene, leuchtende Friedentauben. Die sorgen jetzt dfür Gesprächsstoff

Erkelenz. Die Friedenstaube des Landshuter Künstlers Richard Hillinger hält sich zurzeit an der Europaschule Erkelenz auf. Die in Bronze gegossene Skulptur ist eine von dreißig Exemplaren, die unter anderem bei so bekannten Persönlichkeiten wie dem Dalai Lama, Michail Gorbatschow und Papst Benedikt XVI Station gemacht haben. Sie mahnt zum Einsatz für den Frieden und zum Einhalt der Menschenrechte.

Zum 60. Jahrestag der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen am 10. Dezember 2008 schuf Hillinger insgesamt 30 goldfarbene Tauben in Lebensgröße. Jedes Exemplar steht für je einen der 30 Artikel der Menschenrechte. Die Aktion wurde von Richard Hillinger zusammen mit Bundespräsident a.D. Roman Herzog gestartet.

Die Tauben mit dem Ölzweig im Schnabel fliegen seitdem weltweit von Person zu Person und von Institution zu Institution. Die Empfänger verpflichten sich, weiterhin in ganz besonderer Weise für die Einhaltung der Menschenrechte einzustehen.

Die Europaschule erhielt die Taube für ihr besonderes pädagogisches Konzept, das die kulturelle Vielfalt Europas und das Bemühen um gegenseitiges Verständnis und Respekt im Blick hat. Der Schule ist es eine Ehre, das Friedenssymbol zu beherbergen.

Die Taube heißt Jacques Delors

Die Taube an der Europaschule trägt den Namen des französischen Politikers Jacques Delors, der sich für die europäische Idee, Frieden und Achtung der Menschenrechte einsetzt. Das ist Ansporn und Verpflichtung vor allem auch in Unterricht und Erziehung diese Ziele zu fördern.

Eine erste „Tauben-Aktion“ zum Thema Menschenrechte und Freiheit setzten nun Schüler verschiedener Jahrgangsstufen mit ihrer Lehrerin Janine Geuer um. Sie erschufen eigene leuchtende Friedenstauben, versehen mit persönlichen Botschaften, die zur Einhaltung der Menschenrechte ermahnen. Auch sie fliegen nun durch die Klassen der Europaschule und sorgen dort mit ihren Botschaften für Gesprächsstoff.

Die Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU vor wenigen Wochen bestärkt die Schule zusätzlich darin, sich weiterhin engagiert für Toleranz, Freiheit und die Einhaltung der Menschenrechte einzusetzen, Verstöße dagegen ins Bewusstsein zu rufen, junge Menschen für Europa zu begeistern und Europa auf diese Weise auch mit dem Herzen zu machen. Nun wird an der Schule überlegt, an wen man die Taube im neuen Jahr entsenden wird.

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