Tagebaurand: „Abstand einheitlich 400 Meter“

Von: red
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Großes Projekt: Vor den Toren Venraths und Kaulhausens wird derzeit ein Tagebau-Immissionsschutzdamm aufgeschüttet. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz. Für Holzweiler, das vom Braunkohletagebau verschont wird, soll ein Mindestabstand von 400 Metern zur späteren Tagebaugrenze eingehalten werden. Die Erkelenzer CDU fordert, dass dieser Abstand auch für die künftigen Tagebaurand-Orte Venrath, Kaulhausen und Kückhoven gelten soll.

„In der Leitentscheidung der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen zur Zukunft des Rheinischen Braunkohlereviers vom 5. Juli 2016 wird für die Ortschaft Holzweiler die Gewährleistung eines Mindestabstands von 400 Metern zur Abbaugrenze deklariert. Die Landesregierung begründet diese Entscheidung mit den über viele Jahrzehnte andauernden Belastungen für die dort wohnenden Menschen, die eine Tagebaurandlage mit sich brächte“, betont die Erkelenzer CDU.

Auch bei Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Immissionswerte und zusätzlichen Schutzmaßnahmen durch den Bergbautreibenden verbliebe dennoch eine individuell unterschiedliche Beeinträchtigung oder Störung durch den Tagebau. Entscheidende Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung von Holzweiler schaffe daher vor allem ein sozialverträglicher Abstand des Ortsrandes zum Tagebau. „Die CDU Erkelenz begrüßt diese Entscheidung der Landesregierung ausdrücklich“, so Peter London, CDU-Stadtverbandsvorsitzender, „wir werden die Bürgerinnen und Bürger in Holzweiler bei den Bemühungen um eine lebenswerte Zukunft ihres Ortes nach Kräften unterstützen.“

Der für Holzweiler anerkannte Mindestabstand veranlasse die CDU aber auch, den gleichen Mindestabstand von 400 Metern für alle am Tagebaurand liegenden Ortschaften zu fordern. „Es ist für die in den Ortschaften lebenden Menschen nicht nachvollziehbar, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird“, sagt Rainer Merkens, CDU-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Erkelenz. „Die Leitentscheidung gesteht den Bürgerinnen und Bürgern von Holzweiler mehr Lebensqualität und eine positive Entwicklung ihres Wohnortes zu, Gleiches muss auch für Venrath, Kaulhausen oder Kückhoven gelten, die ebenfalls in unmittelbarer Nähe zum Tagebau liegen werden.“

Das Ausmaß der derzeitigen Planung für diese Dörfer – Abstand zur Tagebaugrenze von nur 100 Metern – werde in Kaulhausen sehr deutlich, wo der aufgeschüttete Immissionsschutzwall nur wenige Meter an der Wohnbebauung vorbeischrammt. Außerdem werde die künftige Tagebaurandstraße (L354n und L277n) noch durch das Nadelöhr zwischen Kaulhausen und dem Tagebaurand führen. „Eine weitere von der Bevölkerung Kaulhausens zu erduldende Lärmquelle“, konstatiert die CDU.

„Die Lebensqualität, die Gesundheit und die Sicherheit der Menschen kann nur gewährleistet sein, wenn der Abstand zum Tagebaurand einheitlich auf mindestens 400 Meter vergrößert wird“, fordert auch der CDU-Landtagskandidat Thomas Schnelle.

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