Gangelt-Niederbusch - Tag des Pferdes: „Lieber Klasse statt Masse“ lautet das Motto

Tag des Pferdes: „Lieber Klasse statt Masse“ lautet das Motto

Von: Georg Schmitz
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Auch diese Ponys zeigten eindrucksvoll, mit wie viel Kraft und Geschick sie eine vollbesetzte Kutsche durch den Parcours ziehen können. Foto: Georg Schmitz
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Eine Besonderheit beim Tag des Pferdes: Shirehorses, die eine imposante Stockmaß-Höhe von 1,90 Meter erreichen können. Foto: Georg Schmitz
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Kathrin Polfers und ihr Fjordpferd Jonas demonstrierten Harmonie zwischen Mensch und Tier. Foto: Georg Schmitz

Gangelt-Niederbusch. Auch die vierte Ausgabe des Tages des Pferdes hat wieder Tausende von Menschen nach Niederbusch gelockt. Die Organisatoren um den Kreisvorsitzenden der Reit- und Fahrvereine Heinsberg, Hans-Peter Molls, strahlten beim Blick auf Teilnehmer- und Zuschauerzahlen mit der Sonne um die Wette.

Der Erfolg gibt ihnen recht, denn die überregional bekannte und beliebte Reitsportveranstaltung hat sich zwischenzeitlich etabliert und musste in diesem Jahr erstmals ohne Förderung aus dem europäischen „Leader-Topf“ auskommen. Für die ersten drei Jahre von 2010 bis 2012 standen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes, für den Tag des Pferdes, quasi als Anschubfinanzierung Fördergelder in Höhe von insgesamt 61.705,95 Euro bereit.

„Wir veranstalten eines der wenigen Turniere, die noch ohne Förderung weitergeführt werden“, vermeldet Hans-Peter Molls nicht ohne Stolz. Der Kreisvorsitzende ist auch Vorsitzender des ausrichtenden Reit- und Fahrvereins Rodebachtal, der in Niederbusch eine wunderschöne Anlage betreibt. Für Molls sind auch die idyllische Lage am Rande des Waldes und die idealen Bodenverhältnisse Pluspunkte für die Teilnahme an der Veranstaltung. Mittlerweile habe sich der Tag des Pferdes in ganz Deutschland einen Namen gemacht und zähle zu den zuschauerträchtigen Events. Dem Ziel einer nachhaltigen Förderung des Pferdesports als Bestandteil der Tourismusregion „Der Selfkant“ sei man in den vier Jahren ein ganzes Stück näher gekommen.

So blieben beispielsweise die Teilnehmer des vom Verband ausgeschriebenen Mustax-Cup für Hobby- und Freizeitreiter Ü 35 mehrere Tage in Gangelt und Umgebung. „Diese Pferdefreunde wollen das Turnier ausleben und mieten Ferienwohnungen und Ställe für mehrere Tage“, weiß der Kreisvorsitzende. „Der Mix aus Turniersport, Showprogramm der verschiedenen Pferderassen und buntem Rahmenprogramm für Jung und Alt macht unseren Erfolg aus“, ist sich Molls sicher. Zudem gelte die Devise „Lieber Klasse als Masse“.

1100 Anmeldungen

Das Starterfeld für das Euregio-Turnier sei begrenzt, bei 1100 Anmeldungen werde gedeckelt. „Aufgrund der Masse an Meldungen für das Turnier mussten wir viele Reitsportfreunde zurückweisen“, so Molls. Die zwei Dutzend Aussteller der „Reitmesse“, die aus weiten Teilen Deutschlands anreisten, mussten erstmals Standgeld zahlen. In diesem Jahr wird wohl die 6000er-Besuchermarke aus 2012 übertroffen worden sein, die der Veranstaltung inklusive dem in diesem Rahmen stattfindenden Euregio-Turnier mit Dressur- und Springwettbewerben bis Springprüfung Klasse M beiwohnten. Molls war schon am Freitagabend begeistert, denn allein an diesem ersten Tag konnte er sich bei den Springprüfungen über 800 Zuschauer freuen.

Das Flutlicht-Showprogramm am Samstagabend dauerte sogar bis Mitternacht, und auch wenn es ein wenig kalt wurde, hielten es die Zuschauer so lange aus. Je ein Platz stand für Dressur- und Springprüfungen, für die Showbilder und zum Abreiten zur Verfügung. Daneben durfte auch die Reithalle genutzt werden. Über 100 Helfer hatten an den drei Tagen alle Hände voll zu tun, Unterstützung erfuhren die Reiter auch vom FC Concordia Stahe-Niederbusch, der für den Ausschank verantwortlich zeichnete. Das Schauprogramm auf dem Außengelände beinhaltete die Präsentation verschiedener Pferderassen, Voltigieren, Kutschenfahren, Vergleich Pferd - Rind, Cutting-Westernreiten und vieles mehr.

Wie nach klassisch-barockem Vorbild in Harmonie mit dem Pferd gearbeitet werden kann, zeigten Lisa Schneider und ihr Team anhand von teilweise zirzensischen Lektionen. „Rufus“ und „Wolle“ hießen die Shirehorses, die größten Pferde der Welt. Moderator Dominic Esser erklärte den Zuhörern, dass die imposanten Vierbeiner bis zu 1,90 Meter Stockmaß erreichen können.

Überwältigende Resonanz

Auch die drei Bürgermeister der Leader-Region „Der Selfkant“ ließen sich am Sonntagnachmittag blicken und durften erfreut feststellen, dass der Tag des Pferdes eine überwältigende Resonanz von Seiten der Bevölkerung erfuhr. Das lässt für die kommenden Jahre weiter hoffen.

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