Suche nach Ratsmehrheiten hat begonnen

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
7794379.jpg
Freudestrahlender Blick auf das Wahlergebnis: Bürgermeister Peter Jansen und seine Gattin Gabriele. Foto: Wichlatz

Erkelenz. Überraschend war das Ergebnis sicher nicht, als sich die ersten Neugierigen im Foyer der Stadthalle einfanden, um die Bekanntgabe der Auszählungen zu verfolgen. Mit einem Wechsel an der Spitze hatte keiner wirklich gerechnet.

Die CDU gewann 21 Direktmandate und landete bei 43,6 Prozent, was 21 Ratsmandaten entspricht. Peter Jansen konnte als Bürgermeister überzeugen und fuhr 54 Prozent der Stimmen ein. „Ich hatte mit 50 plus X gerechnet“, erklärte er. Seinen beiden Herausforderinnen Christel Honold-Ziegahn (21,4 Prozent) und Astrid Wolters (24,7 Prozent) bescheinigte er, sich bei den Bürgern eta-bliert zu haben. Sie hätten jeweils mehr Stimmen erhalten, als ihre Parteien an Grundpotenzial in der Bevölkerung haben. Zufriedenheit also bei der CDU, wer hätte es anders erwartet?

Spannender war da schon der Wettstreit um Platz zwei. Würden die Sozialdemokraten ihre Sitze im Rat ausbauen oder die Grünen ihre Position behaupten können? Rainer Rogowsky, Fraktionsvorsitzender der SPD im Rat, zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis und dem Wimpernschlagfinale mit den Grünen. „Wir wollten wieder zweitstärkste Fraktion im Rat werden, das haben wir geschafft.“ Mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,1 Prozentpunkten vor den Grünen hatten die Sozialdemokraten am Ende die Nase vorn. Mit 4,1 Prozent Zuwachs verbuchten sie die meisten Gewinne bei der Wahl (19,4 Prozent gegenüber 15,3 Prozent im Jahr 2009). Künftig wird die Fraktion der SPD ebenso wie die der Grünen neun Mitglieder zählen.

Für die Grünen holte Bürgermeisterkandidatin Christel Honold-Ziegahn in ihrem Heimatort Lövenich das Direktmandat und konnte sich gegen Kerstin Schaaf von der CDU durchsetzen. Im Nachbarort Katzem, wo Honold-Ziegahn bei den bisherigen Wahlen angetreten war, holte ihr Nachfolger Jürgen Vieten auf Anhieb rund 27 Prozent der Stimmen. Knapp am Direktmandat gescheitert ist hingegen Hans-Josef Dederichs, der für Kuckum bei der letzten Wahl direkt in den Rat eingezogen war. Er unterlag knapp dem CDU-Kandidaten Wilfried Lörkens um die Gunst der Wähler und zeigte sich offen enttäuscht. Allerdings wird er über die Liste wieder in den Stadtrat einziehen. Durch die Neuordnung des bisherigen Wahlbezirks Keyenberg und Kuckum – durch das Hinzufügen von Borschemich (neu) – seien seine Aussichten auf das Direktmandat gesunken, betonte er.

Jubel hingegen bei Christel Honold-Ziegahn: „Das Wahlergebnis ist eine Anerkennung meiner Arbeit in den vergangenen fünf Jahren“, betonte sie. Besonders gefreut habe sie, dass sie sich auch im direkten Vergleich mit Amtsinhaber Peter Jansen messen konnte, zumindest in Lövenich (West), wo sie ihn um zwei Prozentpunkte überholte.

Lange Gesichter bei der FDP und der Bürgerpartei: Beide mussten erhebliche Einbußen hinnehmen. 3,6 Prozent verloren die Liberalen gegenüber 2009 und büßten zwei Ratsmandate ein. Die Bürgerpartei verlor 2,5 Prozent, wird aber im neuen Rat noch mit drei Stadtverordneten vertreten sein. Den Freien Wählern/UWG fehlten am Ende rund hundert Stimmen für den dritten Ratssitz.

Klare Mehrheiten zeichnen sich im neuen Rat noch nicht ab. Die CDU werde sich immer neue Mehrheiten suchen müssen, erklärte Astrid Wolters.

Dies sei ein positives Ergebnis der Wahl.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert