Streit um Rundfunkgebühren? Kein Thema im Kreis Heinsberg!

Von: Norbert F. Schuldei
Letzte Aktualisierung:

Kreis Heinsberg. Bei den Städten Heinsberg, Hückelhoven, Erkelenz und Wegberg regt sich kein Widerstand gegen neue Gebühren für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Der Sturm der Entrüstung, der die Neuordnung der Rundfunkgebühren etwa bei der Stadt Köln und auch beim Erzbistum der Domstadt ausgelöst hat, ist den Städten im Kreis Heinsberg noch nicht einmal ein laues Lüftchen wert: Es ist weder ein Protest dagegen auszumachen, noch ist gar von „Gesetzesverstoß“ die Rede.

Ganz im Gegenteil: In Hückelhoven geht man sogar davon aus, dass die Stadt nach dem neuen System weniger an Rundfunkgebühren zahlen muss als vorher. Holger Loogen, persönlicher Referent des Bürgermeisters, sagt auch, warum: „Bisher haben wir für jedes städtische Gebäude Gebühren bezahlt. Künftig zahlen wir nur noch für jede Dienststelle. Und das ist für uns eindeutig günstiger.“

Wie viel die Stadt dadurch einspart, kann Loogen nicht beziffern, „da es darüber keinen gesammelten Haushaltsposten gibt“. Jede Schule, jeder Kindergarten, jede öffentliche Einrichtung in städtischer Trägerschaft zahlt ihre Rundfunkgebühren selbst.

In Erkelenz sieht das etwas anders aus. „Der neue Rundfunkbeitrag ist für uns ein kleines Problem“, sagt Bürgermeister Peter Jansen. Allerdings nur ein kleines. „Bislang haben wir ein paar tausend Euro für unsere Einrichtungen bezahlt, jetzt wird es ein bisschen mehr.“

Auf rund „25 bis 30 Prozent“ beziffert der Bürgermeister die Mehrkosten, die die neuen Beitragsregelung für die Stadt ausmacht. Warum zahlt Hückelhoven weniger, Erkelenz dagegen künftig mehr an Gebühren für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk? „Wir haben deutlich mehr städtische Einrichtungen als unsere Nachbarstadt“, sagt Jansen. Betont aber gleichzeitig, dass die Mehrkosten „sehr übersichtlich“ seien.

„Bei uns“, sagt Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder, „läuft das seltsamerweise auf plus minus null raus.“ Ja, er habe in den vergangenen Tagen bei den verschiedenen Ämtern die Lage abgefragt. Und daraus ergibt sich, „dass die Gebühren nach der neuen Ordnung bei der Feuerwehr runtergehen, dafür bei anderen Einrichtungen etwas rauf.“

Rund 7500 Euro zahlt die Kreisstadt im Jahr an Rundfunkgebühren. „Künftig wird es geringfügig mehr sein“, sagt deren Bürgermeister.

Auch bei der Stadt Wegberg sieht man der neuen Gebührenordnung „gelassen entgegen“, wie Ulrich Pensky es formuliert. Er hat als Mitarbeiter der zentralen Vergabestelle der Stadt Überblick. Etwa 3000 Euro zahlte die Stadt vergangenes Jahr. „Wir rechnen mit einer geringfügigen Steigerung“, sagt er.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert