Erkelenz/Hückelhoven - Strategie gegen Löcher in Asphalt und Etat

Strategie gegen Löcher in Asphalt und Etat

Von: Helmut Wichlatz
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In der Kostenfalle: Wer seine Straßen heute nicht in Schuss hält, muss morgen umso mehr für deren Erhalt bezahlen. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz/Hückelhoven. Im Frühling merken die Autofahrer, wo und wie stark der Winter zugeschlagen hat. Schlaglöcher und aufgeplatzte Straßendecken sind oftmals die Folgen des Frostes. Nach dem milden Winter haben die Reparaturteams vielerorts aber wesentlich weniger Arbeit als in den vergangenen Jahren, als monatelanges Winterwetter herrschte.

Und auch die städtischen Etats, die mancherorts teils kräftig hatten aufgestockt werden müssen, um die Straßen zu flicken, werden diesmal geschont. Hat deshalb etwa Werner Spartz, Leiter des Erkelenzer Tiefbauamtes, nun mehr Geld zur Verfügung für dieses oder nächstes Jahr?

„Wir haben in Erkelenz generell wenig mit Winterschäden auf den Straßen zu tun“, betont er. Auch nach sehr strengen Wintern wie dem vor zwei Jahren seien die witterungsbedingten Straßenschäden kaum ins Gewicht gefallen, was Sanierungsbedarf und dessen Finanzierung betreffe. Eine Ursache dafür sei, „dass die Straßen in Erkelenz insgesamt in einem guten Zustand gehalten werden“. Man greife früh ein, wenn Straßenschäden offensichtlich werden, und warte nicht. „Der Straßenbau hat in Erkelenz einen hohen Stellenwert“, sagt Spartz.

Ein Sanierungsprogramm sieht zum Beispiel in diesem Jahr die Sanierung der Südpromenade und der Brückstraße vor. Beide Straßen sind für den innerstädtischen Verkehr von großer Bedeutung und werden deshalb laut Tiefbauamtschef Spartz frühzeitig in einen guten Zustand versetzt, bevor man gezwungen sei zu handeln. Auch in den Wohnquartieren wird saniert: Auf dem Plan steht neben dem Bereich um die Brückstraße auch das Marienviertel, wo einige Straßendecken saniert werden.

Die Investitionen lohnen sich auf jeden Fall, ist sich der Tiefbauamtsleiter sicher. „Gute Straßen bedeuten auch ein hohes Anlagevermögen. Wir flicken keine alten Straßen, sondern bauen lieber gleich neue.“ Wichtig sei, dass die Straßendecken dicht gehalten werden. Im Vergleich zu manch anderer Kommune seien die Straßen im Stadtgebiet Erkelenz in einem guten Zustand.

Allerdings seien die Bedingungen auch nicht in allen Kommunen gleich. Die Lebensdauer einer Straße beträgt je nach Belastung zwischen 40 und 50 Jahren, dann muss sowieso neu gebaut werden.

Auch in Hückelhoven stehen die Straßen ganz oben auf der Agenda, wie Hans-Georg Fothen von der Stadtverwaltung betont. Zwar habe der milde Winter auf und in den Straßen kaum Spuren hinterlassen, trotzdem werde es in diesem Jahr intensive Sanierungsmaßnahmen geben. Dafür stehen im Haushalt rund 200.000 Euro bereit, von denen nun 178.000 locker gemacht werden, um die Gemeindestraßen fit zu machen, die es nötig haben. Wie die Schillerstraße in Hilfarth, wo eine neue Beschichtung auf den beschädigten Asphalt aufgezogen wird.

Weitere Gemeindestraßen, die eine Frischzellenkur vertragen können, werden laut Fothen folgen.

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